"Leader"

Projekte für 100000 Euro in der Pipeline 

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Zuversichtlich, die Boule-Bahn im Frühjahr gemeinsam mit interessierten Bürgern vor Ort in Eigenregie bauen zu können: Initiator Andreas Pietsch am gedachten Standort im Bernhard-Bauer-Park.

Wickede – Projekte für rund 100 000 Euro hat die Gemeinde Wickede (Ruhr) gegenwärtig im Köcher, wenn es um das „Leader“-Förderprogramm geht. Danach ist dann einstweilen auch nicht mehr viel zu erwarten: Der Topf für die Region „Börde trifft Ruhr“ ist aufgebraucht, 2,7 Millionen Euro sind verplant. 

Bereits zuvor hatte der Gemeinderat zwei Vorhaben von der „Leader“-Anmeldung zurückgezogen: den Bike-Park am Freibad und die Boule-Bahn im Bauer-Park. Der größten Batzen mit rund 70 000 Euro für die Ruhrgemeinde entfällt aktuelle auf die Modernisierung der Schützenhalle in Wimbern. 

Der Bau eines neuen Eingangs zur Wiesenstraße hin, der möglicherweise mit großen Glasflächen versehen auch zusätzliches Licht in den Saal bringen soll, stellt ein zentrales Merkmal des Vorhabens als weiteren Entwicklungsschritt zur zentralen Versammlungsstätte für den gesamten Ortsteil dar. Noch sind einige Unterlagen einzureichen, „das Projekt ist in der Bewilligungsvorbereitung“, wie Dr. Martin Michalzik, Wickedes Bürgermeister und Vorsitzender des „Leader“-Vereins der Region nach der jüngsten Sitzung der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) am Montag feststellt.

 Ein weiteres Projekt ist das Radwegekonzept für das Gemeindegebiet. Ein Gutachten soll Rat und Verwaltung dabei helfen, das örtliche Zweiradnetz zu ertüchtigen und auszubauen. 20 000 Euro sind dafür vorgesehen, 13 000 Euro sollen als Zuschuss aus dem „Leader“-Programm kommen. Mit einem dritten Vorhaben soll das Trommelwehr ebenso effektiv wie klimaschonend und artgerecht in ausgesuchten Nachtstunden mit Licht in Szene gesetzt werden. 

Hier hat die LAG das Budget um 3500 Euro aufgestockt, um neben einer speziellen Erhebung zum Schutz von Fledermäusen auch die lichttechnische Planung in Auftrag geben zu können. Die naturschutzrechtliche Frage sei zuvor bereits zufriedenstellend beantwortet worden, sagt der Bürgermeister zum Stand der Planungen.

 Mit der weiteren Lichtplanung und den in Frühjahr und Sommer vorgesehenen Untersuchung bezüglich der Fledermäuse werde man anschließend alle notwendigen Vorbereitungen getroffen haben, um die letzte Entscheidung für das optische Hervorheben des historischen Bauwerkes am späteren Abend treffen zu können. 

Überdies wird Wickede auch von einer erhöhten Förderung profitieren können, die für Maßnahmen die aus dem vor Ort bereits abgeschlossenen Wirtschaftswegekonzept resultieren. Neben diesen örtlichen Projekten ist Wickede (Ruhr) natürlich mit im Rennen, wenn es um weitere Vorhaben in der Region „Börde trifft Ruhr“ geht. 

Etwa mit der „Querfeldlandroute“, die sich durch alle fünf Kommunen der Region mit Fröndenberg, Wickede, Ense, Werl und Welver zieht und damit allen Zweiradfahrern jeweils touristisch interessante Ziele eröffnet.

 Wie die Schwesterkommunen kommt auch die Ruhrgemeinde in den Genuss eines erweiterten Förderangebotes, bei dem kleine Maßnahmen bis 20 000 Euro etwa von Vereinen mit einem vereinfachten Antragsverfahren ermöglich werden. 

Weitere Informationen zu diesem Verfahren ohne den üblichen Bürokratie-Aufwand sollen in Kürze vom Regionalmanagement kommen.

 Für die Gemeinde Wickede (Ruhr) hat sich Dr. Martin Michalzik zufolge der bisherigen finanzielle Aufwand für das „Leader“-Programm zumindest „gegenfinanziert“. 

Das erst recht, wenn man regional denke und berücksichtige, dass Bürger aus der Ruhrgemeinde auch etwas von den Projekten in den Nachbarkommunen haben - so etwa vom Discgolf-Anlage im benachbarten Fröndenberg.

Der Bike-Park, ehedem ebenfalls als „Leader-Projekt“ vorgesehen, ist vom Gemeinderat vom Förderprogramm jetzt zurückgezogen worden. Die Planungen für den Zweirad-Parcours auf den alten Tennisplätzen und durch das benachbarte Kiefernwäldchen am Freibad laufen für die Gemeinde nun auf eigene Kappe weiter. 

Das beschere nicht zuletzt einen Vorteil: Sollte die Anlage nach einigen Jahren nicht mehr frequentiert werden, könnten die Gemeinde die Erdhügel beseitigen, ohne Fördermittel zurückzahlen zu müssen, für deren Bewilligung eine Bestandsfrist von zwölf Jahren gilt.

CDU-Vorsitzender Thomas Fabri (Bild) als ein Initiator des Bike-Parks, begrüßt diese Entwicklung mit der Erwartung, dass die Anlage damit dann auch schneller kommt. Fabri: „Ich hoffe sehr auf eine Umsetzung im neuen Jahr.

Die Boule-Anlage wiederum soll im nächsten Frühjahr fertig sein. Dann sollen die Freunde des Zielwerfens mit den Metallkugeln diesem beschaulichen Hobby im Bernhard-Bauer-Park nachgehen können. 

Seit rund zwei Jahren steht die Anregung von BG-Ratsherr Andreas Pietsch (Bild) im Raum. Doch Überlegungen zur Trägerschaft und eventuellen Förderung durch das „Leader“-Programm sorgten dafür, dass die Bahn bisher nicht zustande kam.

Jetzt wollen Andreas Pietsch und Mitstreiter das Projekt selbst in die Hand nehmen und mit abgespecktem Aufwand zunächst eine Bahn bauen, um zu gucken, wie das Ganze ankommt. 

Helfer, mit denen eventuell auch ein Club gegründet wird, seien vorhanden. Auch die Kommune habe Unterstützung zugesagt. Im Januar/Februar werde man planen, im März/April die Bahn bauen, so Pietsch.

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