Kolpingvorstand Wickede

Anstöße für die Verbandszukunft

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Arbeit am Kurs in die Zukunft: Der Kolpingvorstand mit Referentin Heike Grosser (3.v.l.)

Wickede - Sie ist in Wickede eine der Gemeinschaften, die das kulturelle und soziale Miteinander entscheidend mitgestalten: die Kolpingfamilie. Umso wichtiger ist die Frage nach der Zukunft des Verbandes, die jetzt im Luther-Haus im Mittelpunkt stand. 

„Kolping upgrade“ nennt sich der Zukunftsprozess, der sich mit der Entwicklung des Verbandes befasst. Ein Thema, das seit vielen Monaten auch die Vorstandssitzungen vor Ort begleitet. 

Wie bringt man Schwung in die Kolpingfamilie, vereint Jung und Alt, gewinnt Mitglieder und stellt sich zukunftssicher auf? Fragen, die für die Vereinswelt heute generell von Bedeutung sind. 

Zum intensiven Gespräch begrüßte der Vorstand jetzt Gast-Referentin Heike Grosser aus Holzwickede. Sie gehört dort seit drei Jahren dem Leitungsteam an, ist Geistliche Begleitung sowie Mitglied im Diözesan-Fachausschuss. 

Im Luther-Haus legte sie den Fokus auf alt eingespielte Strukturen innerhalb der Kolpingfamilien. „Wir müssen uns auf den Weg machen, sonst sterben wir“. 

Ein zutreffendes Bild, bedenkt man das von ihr genannte Durchschnittsalter der Kolpianer im Bistum Paderborn: 77 Jahre! Wickede mit seinen 415 Kolping-Mitgliedern ist da deutlich jünger aufgestellt: Hier sind es 65 Jahre - aber selbst das gibt Anlass, die Zukunft in den Blick zu nehmen. 

Beispiele für Strategien: Menschen finden, die sich auf den Weg machen, Aufgaben nach Talenten statt nach starren Strukturen verteilen, eher ein Leitungsteam statt fester Posten. Zudem hilft ein gutes und ehrliches Miteinander innerhalb der Verantwortlichen, um gemeinsam Ziele und Ansprüche zu erarbeiten.

„Macht das, was euch Spaß macht, brennt dafür“, fordert Heike Grosser. Ohne Angst vor Fehlern ausprobieren und Ideen umsetzen - das sei wichtig. „Man kann nicht immer alle erreichen“, besonders die Jugend sei in einem anderen Prozess. 

Die Referentin stellte u.a. die Studie „Generation xYz“ vor - in Anlehnung an eine Definition von Prof. Klaus Hurrelmann, Co-Autor der Shell-Jugendstudie. Mit z.B. den Folgen des demografischen Wandels: Wir werden weniger, älter, bunter und urbaner. 

Für das katholische Kolpingwerk ergeben sich daraus gleich mehrere Herausforderungen: Die zunehmend älteren Mitglieder und ihre starke Verankerung im ländlichen Raum stehen einer gesellschaftlichen Entwicklung mit immer weniger jungen Menschen gegenüber, bei denen der christliche Hintergrund schwindet, die zudem Trends in Richtung Stadtleben erkennen lassen.

„Es wird nicht leicht für uns, das zu lösen,“ fasste Vorsitzender Bernhard Arndt nach drei Stunden Diskussion zusammen, bei der gerade auch die Vertreter der Gruppen „Kolping-Minis“ und „Junge Familien“ Stellung bezogen. 

Immerhin: Das Kolping-Programm im zweiten Halbjahr zeigt, dass Wickedes Kolpingfamilie durch alle Generationen lebendig ist - noch. 

Als Ansprechpartner für die Gemeinschaft vor Ort ist Vorsitzender Bernhard Arndt unter Tel. 4523 immer erreichbar. Anregungen nehmen aber auch alle anderen Mitglieder entgegen - auch beim ökum. Gemeindefest am 16. Jun

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