Der 48. Schnadegang der Gemeinde Wickede

Knut Hornkamp: Vom Bruder- zum Britzemeister

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Die Gastgeber und die Gepohlästen des 48. Wickeder Schnadegangs (von links): Bürgermeister Martin Michalzik, Daniel und Lana Luig, Fröndenbergs Bürgermeister Friedrich-Wilhelm Rebbe, Ellinor Schilling, Britzemeister Knut Hornkamp, Kindergartenleiterin Jannine Metscher, Peter König und Wiehagens Ortsvorsteher Heinrich Koerdt. 

Wickede - Lange war er der Brudermeister der Schützenbruderschaft St. Johannes Wickede-Wiehagen, nun wurde er als neuer Britzemeister vorgestellt: Am Samstag gab Knut Hornkamp seinen Einstand beim 48. Schnadegang der Gemeinde Wickede. Die nötige Erfahrung im Marschieren hat er ja – aber eben nicht nur darin.

Rund 150 Bürger waren der Einladung gefolgt, die Gemeindegrenzen zwischen Wiehagen und Fröndenberg abzuwandern. Mit großer Spannung erwarteten die Teilnehmer des 48. Schnadegangs der Gemeinde Wickede die Bekanntgabe des neuen Britzemeisters – aus der Personalie hatten die Gemeinde ein Geheimnis gemacht, das Dr. Martin Michalzik erst am Startpunkt auf dem Parkplatz der Firma Humpert lüftete: Er freue sich, dass dieser wichtige Posten nun für die nächsten Jahre gesichert sei. 

Hornkamps Referenzen sprechen für sich: Als langjähriger Brudermeister sind öffentliche Auftritte und Reden für den 65-Jährigen ein gewohntes Parkett, und auch durch seine Tätigkeit im Ordnungsamt bis zu seiner Pensionierung Ende 2015 kennt er die Gemeinde wie seine Westentasche. Den Wickeder Bürger jedenfalls war die Freude über die Besetzung dieses Ehrenamts anzumerken. Spätestens beim „Pohläsen“ am Grenzstein zwischen Wickede und Fröndenberg zeigte sich, das der Einstand gut gelungen war. 

48. Schnadegang der Gemeinde Wickede - Teil 1

Doch zunächst wanderten die Bürger zur Ruhr und entlang des Ruhrradwegs. Hier erläuterte Michalzik die anstehenden Maßnahmen zur Ruhrrenaturierung, zur Neugestaltung des Ufers und weiteren Baumaßnahmen, bevor es durch die Felder bis zum Fischhof Baumüller ging. Die beiden Inhaber Walburga und Frank Baumüller gingen hier ausführlich auf die Geschichte des Hofs ein. 

Durch Wiesen und Felder erreichten die Wanderer den Schnadestein, wo sie schon Michalziks Fröndenberger Amtskollege Friedrich-Wilhelm Rebbe erwartete. Beide Bürgermeister betonten die gute Zusammenarbeit ihrer Gemeinden. Nach einer kleinen Pause folgte der Höhepunkt des Tages, das „Pohläsen“ verdienter Bürger der Gemeinde.

48. Schnadegang der Gemeinde Wickede - Teil 2

Der amtierende Schützenkönig Daniel Luig und seine Frau Lana kamen als erstes auf den Grenzstein. Der gebürtige Wickeder arbeitet bei der Gemeinde Wickede im Ordnungsamt, ehrenamtlich ist er im Spielmannszug der Feuerwehr Wickede aktiv, war auch 15 Jahre im Vorstand, er betreute eine Jugendmannschaft des TuS Wickede und ist leidenschaftlicher Fan des BVB. Seine Ehefrau Lana, die er während des Schützenfestes 2001 kennenlernte, stammt aus Schwerte und lebt seit 2004 in Wickede. Ihre Ausbildung machte sie bei der Bundeswehr, arbeitet seit einiger Zeit bei der Firma Hillebrand in der Kantine. Ihr Sohn Nico freute sich mit den Eltern natürlich über die Ehre des „Pohläsens“. 

Mit Ellinor Schilling wurde eine weitere Dame gepohläst – als stellvertretende Bürgermeisterin und Schiedsfrau, als Mitglied im Förderverein der evangelischen Kirche, in der SPD und im Gemeinderat und als ehrenamtliche Mitarbeiterin der Bücherei eine bekannte Wickeder Persönlichkeit – oder, um es mit den Worten Hornkamps zu sagen, „ein wenig Jeanne D‘arc, Justitia und Mutter Theresa in einer Person“. 

Als dritte Dame im Kreise der „Gepohlästen“ kam auch Jannine Metscher auf den Schnadestein, seit November 2017 die neue Leiterin des Regenbogenkindergartens in Wiehagen. Wohnhaft ist sie in Bad Sassendorf.

Als weiterer Auswärtiger wurde Peter König auf den Schnadestein gesetzt. Er ist zwar in Witten beheimatet, doch als Projektmanager der Deutschen Glasfaser ist er dafür verantwortlich, dass auch in Wickede die digitale Zukunft anbricht.

 Anschließend führte die Wanderung noch zum bis zum Hof Neuss in Schlückingen. Traditionell untermalt vom Musikzug der Feuerwehr Wickede, gab es dort eine deftige Erbensuppe zur Stärkung. J taze

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