Zu dritt am Lagerfeuer

Kein Pardon: Verstoß gegen Corona-Regeln wird für jungen Mann teuer

Zwei Betrunkene haben in Polizeiuniform einen Autofahrer angegriffen. Gegen sie wurde nun ein Verfahren eingeleitet.
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Die Polizei hatte den Regelverstoß aufgenommen

Bei Verstößen gegen die Corona-Schutzverordnungen kennen die Ordnungshüter kein Pardon. Da sich einige Bürger nicht an die Regeln halten, werden die Verfehlungen hart bestraft. So traf es jetzt einen 24-jährigen Wickeder, der einen Bußgeldbescheid über 250 Euro bekam.

Wickede – Der Wickeder hatte gegen das Ordnungsgeld Einspruch eingelegt, weil er der Meinung war, dass er sich korrekt verhalten hätte. Wie er schilderte, hatte er sich Anfang Januar dieses Jahres mit zwei weiteren Freunden auf dem Parkplatz gegenüber dem Bahnhof getroffen.

„Ich habe im Auto gesessen und meine Kumpels haben draußen mit Abstand geraucht“, sagte er. Er führte aus, dass die drei Personen dann einen kurzen Spaziergang unternommen hätten, als plötzlich sein Handy klingelte. „Da war ein Freund dran. Der meinte, ich sollte schnell zu meinem Auto gehen, das würde abgeschleppt und es könnten Kosten von 5000 Euro auf mich zukommen.“

Verstoß gegen Corona-Regeln: zweites Handy im Auto

Wie er weiter darlegte, seien Polizeibeamte an den Autos gewesen und hätten sein zweites Handy aus seinem Pkw genommen. „Die wollten mir das erst wiedergeben, wenn die anderen beiden kommen würden“, sagte er. Daraufhin habe er seine anderen Kollegen angerufen.

Die Beamten, die als Zeugen aussagten, gaben an, dass sie häufig Orte anfahren, wo sich gewöhnlich viele Leute treffen. So war es auch an diesem Tag. Wie sie weiter berichteten, hatten sie ein Feuer entdeckt, um das drei Personen Schulter an Schulter gestanden haben sollen und keiner dieser Personen soll eine Schutzmaske getragen haben. „Als wir auf die Personen zugingen, sind diese weg gelaufen“, berichten sie. Da die drei Pkw offen waren, hatten die Beamten die Wertgegenstände wie Schlüssel, Geldbörsen und Handys gesichert.

Verstoß gegen Corona-Regeln: Zeugen waren für Richter glaubhaft

Nach der Beweisaufnahme beantragte der Wickeder, dass der Bußgeldbescheid gegen ihn aufgehoben wird. Dem kam der Richter allerdings nicht nach. Er ahndete den vorsätzlichen Verstoß gegen die Corona-Schutzauflagen mit 250 Euro Geldbuße. Zusätzlich muss der Wickeder noch die Kosten der Verhandlung bezahlen. Er begründete sein Urteil damit, dass die Zeugen glaubhaft ausgesagt hätten.

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