Hygienemaßnahmen an der Sekundarschule Wickede

Vorkehrungen für 900 Tests

Maskierter entnimmt Nasenabstrich
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Wie im Frühjahr die Fachkräfte der Ruhrtalklinik bei ihrer Einweisung zum Corona-Test betreuen nun die Damen der Mensa das Testgeschehen in voller Schutzmontur; ab Montag sogar dreimal in der Woche.

Die Vorbereitungen sind getroffen, die Ausweitung der wöchentlichen Corona-Tests an der Sekundarschule kann am Montag an den Start gehen. In Abstimmung mit dem Schulträger bleibt die Schulleitung bei dem System, wie es bisher reibungslos funktioniert hat. Damit ist sichergestellt, dass die Schüler und mit ihnen der Unterricht so wenig wie möglich zeitlich in Anspruch genommen werden.

Wickede – An allerletzten Schräubchen muss noch gedreht werden. So gilt es, für Auswertung, Dokumentation und Information der Schulleitung noch Elternkräfte zu finden, die bereits sind, diese Aufgabe ehrenamtlich zu übernehmen. Immerhin sind bald jede Woche rund 900 Testergebnisse zu handhaben; drei statt zwei Tests pro Woche an weiterführenden Schulen – so will es das NRW-Schulministerium.

Darüber hinaus aber ist geregelt, dass die beiden Damen vom Mensa-Team nun nicht nur an zwei, sondern ab Montag an drei Wochentagen die Tests betreuen und dazu nicht erst um 10.30 Uhr, sondern montags, mittwochs und freitags bereits ab 7.45 Uhr vor Ort sind. Die zusätzlichen Stunden werden von der Kommune übernommen.

Das Prozedere sieht vor, dass die Mädchen und Jungen nach dem Empfang des Tests selbst in beiden Nasenlöchern den Abstrich nehmen und dann den Wattebausch für die vorgeschriebene Zeit in der Testflüssigkeit baden. Danach wird der Test mit dem Namensschild an die Mensa-Damen übergeben, die das Auftragen auf den Teststreifen übernehmen und nach 15 Minuten das zu jedem Namen passende Testergebnis notieren.

Bei diesem Vorgehen sind die Schüler nach wenigen Minuten wieder zurück in ihrem Klassenzimmer und können sich dort auf den Unterricht konzentrieren. „Würden die Tests in der Klasse vorgenommen, wäre für den Rest der Stunde wohl kaum mit einem geregelten Unterricht zu rechnen“, hält Schulleiter Peter Zarnitz diesem System zugute.

„Gesundheitsvorsorge ist Eltervorsorge“

Zudem lässt sich mit dem Vorgehen die von manchem Kollegiumsmitglied als hygienisch bedenklich abgelehnte Handhabung von benutzten Wattestäbchen, Test-Flüssigkeiten und Co im Klassenzimmer verhindern.

Selbst das gut eingespielte Testgeschehen an der Sekundarschule sieht sich aber grundsätzlicher Kritik von Peter Zarnitz gegenüber. Denn nach dem Grundverständnis des Pädagogen und vieler seiner Kollegen lautet die Maxime: „Gesundheitsfürsorge ist Elternfürsorge“. Ginge es nach diesem Grundsatz, würden die Tests erst gar nicht in der Schule stattfinden, sondern daheim. Dann käme jedes Kind morgens frisch getestet zum Unterricht oder würde bei einem positiven Testergebnis gleich daheim bleiben.

Apropos: Die bisherigen Testungen in der Sekundarschule, immerhin rund 600 jede Woche, haben seit Beginn des Schuljahres keinen einzigen Positiv-Fall ergeben. Verdachtsfälle hatte es lediglich im Rahmen der Urlaubsrückkehrer bzw. nach amtlich angeordneter Quarantäne gegeben, Fälle also, die erst gar nicht an der schule ankamen.

In einem weiteren Fall war ein Kind mit Symptomen in die Schule gekommen mit dem Hinweis, die Eltern hätten dennoch zum Besuch aufgefordert. Aber auch hier bleibt die Schulleitung konsequent und schickt die Kinder wieder heim. Peter Zarnitz: „Bei Symptomen gilt: zuhause bleiben“.

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