1. Soester Anzeiger
  2. Lokales
  3. Wickede

Humorvolle Eskapaden für die Tante aus den USA

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Tolle Leistung: Das Kolping-Ensemble bei der Premiere
Tolle Leistung: Das Kolping-Ensemble bei der Premiere

WICKEDE ▪ Als die Zuschauer am Sonntag das Bürgerhaus betraten, war es wie im echten Theater: Roter Teppich, Sektempfang und Kerzenlicht hießen die Gäste willkommen. Da war gleich zu Beginn klar, dass die Organisatoren der Kolping Theaterkomödie „Lügen über Lügen“ keine Kosten und Mühen gescheut hatten, um den Besuchern einen gelungenen Abend zu bieten. Und dies zahlte sich aus: Als sich der Vorhang zu dem Lied „Millionär“ von den „Prinzen“ öffnete, war das Bürgerhaus bereits komplett gefüllt.

Was folgte, war eine flotte Komödie, die den Schauspielern einiges abverlangte. Es handelte von Bubek (Thomas Schmelzer) und seiner Frau Dunja (Andrea Teutenberg), deren Tante Rita (Claudia Bettermann) sich aus Amerika angekündigt hat - nur, dass Dunja in zahlreichen Briefen vorgegeben hatte, dass ihr Mann Leo Landtagsabgeordneter sei und man in einem teuren Haus mit Diener und Chauffeur wohne.

Der Alltag sieht allerdings anders aus. Leo ist Beamter und ein teures Haus haben sie auch nicht, sondern nur eine Eigentumswohnung - an Diener und Chauffeur ist erst recht nicht zu denken.

Da Dunjas Tante Rita steinreich ist, und Dunja sich ernsthafte Hoffnungen auf eine Erbschaft macht, müssen die Bubeks improvisieren.

Ein guter Freund von Leo, Jörg (Albert Wilhelm) wird durch ein Missverständnis zum Hausherren Leo Bubek. Leo muss von da an den Diener Percy spielen. Leos Arbeitskollege Werner (Johannes Wälter) wird zum Chauffeur und dessen Frau Lisa (Marion Krebs) wird zum Dienstmädchen ernannt.

Bei derartigem Rollentausch ist das Chaos natürlich vorprogrammiert. Und auch das Publikum musste an einigen Stellen ernsthaft überlegen, wer denn nun wer ist.

Als dann auch noch der Einbrecher Willi (Detlev Schäfer) vorbeischaut und am Ende sogar noch eine zweite Tante Rita (Nicole Sporenberg) zu Besuch kommt, konnten sich die Zuschauer vor Lachen kaum noch halten. Hinzu kommt Erna Bubek (Barbara Schmelzer), Leos Mutter, die durch ihre Alkoholeskapaden das Geschehen endgültig aus den Fugen bringt.

Die Zuschauer waren vollends begeistert und gaben den Schauspielern für ihre Premiere einen langen Applaus.

Nicht zuletzt die gut gelungene Kulisse, die von Freddy Lahn, Cornelius Stromberg sen. und jun., Herbert Reszel und Albert Polzin gebaut wurde, gab ein fantastisches Bild ab.

Die Regie des Stückes übernahmen Clemens Hausmann und Artur Chachatrian, die sich nach der Vorstellung sichtlich begeistert zeigten.

Als Souffleuse agierte Ulrike Brambring, für die Maske war Marika Oehms zuständig. Während der Pausen und nach der Vorstellung gab es zudem noch die Möglichkeit in der Theaterklause bei Getränken und kleinen Snacks das Stück noch einmal Revue passieren zu lassen.

Insgesamt war die Premiere ein voller Erfolg und so zeigten sich alle Zuschauer bestens gelaunt und amüsiert.

Für die nächsten beiden Aufführungen am Freitag um 19 Uhr und am Sonntag um 18.30 Uhr sind noch Karten bei den bekannten Vorverkaufsstellen zu erwerben.

Auch interessant

Kommentare