Nachwuchs bei Arndt

Freude über Fohlen Freddy: Süßer Baby-Esel hüpft über Wickeder Hof

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Pure Lebensfreude strahlt der erst wenige Tage junge Hengst aus.

Wickede-Wiehagen - Gerade einmal zehn Tage alt und mit kindlichem Übermut gesegnet, da fällt man schon mal auf den Po. Freddy hat die Kurve zu eng genommen, was von dem wenige Tage jungen Esel aber glücklicherweise nur als kleines Malheur verbucht wird. Der Reiterhof Arndt hat Zwergesel-Nachwuchs.

Züchter Philipp Theodor Arndt hat die Leidenschaft für die Grautiere von seinem Vater Theo Arndt geerbt. „Ich hatte schon immer Esel“, so der Senior. Einigen dürfte noch „Mister Theodor“ ein Begriff sein, den Theo Arndt zu seinem 30. Geburtstag geschenkt bekommen hatte und der 30 Jahre bei den Arndts heimisch war. Freddy ist allerdings der erste in Wiehagen Geborene. 

Am Donnerstag vergangener Woche hat ihr Pferdewirt, als er Stroh einlegen wollte, entdeckt, dass da auf einmal drei statt zwei Tiere im Stall waren. Mama Rosi hat klammheimlich und in rasantem Tempo ihr Fohlen zur Welt gebracht. Familie Arndt pflegt drei Stuten und einen Hengst, von denen auch Paula in nächster Zeit Nachwuchs erwartet. 

Über Nachwuchs freut sich auf dem Reiterhof Arndt neben der gesamten Eselfamilie auch Johanna Sophie Schafhirt, hier mit Paula, Rosi, und dem frischen Zuwachs Freddy (von links).

Deshalb waren sie und Rosi nah am Haus in einem Stall, während sie sich sonst gemeinsam mit den beiden anderen auf einer Weide aufhalten. Gezielte Zucht? Nein, „die haben ja nicht gefragt“, sagt Theo Arndt. 

„Du Esel“ ist in den Augen von Theo Arndt kein Schimpfwort, denn sie seien hoch intelligente, soziale Tiere. Mama Rosi und Tante Paula tolerieren dann auch mit entspannter Ruhe den Bewegungsdrang des gerade dem Stall entronnenen Jungspunds. 

„Esel brauchen Bewegung“

Wem jetzt ein Bild vor Augen steht, von einem an einem Mühlrad stumpfsinnig vor sich hin trabenden Esel, der liegt falsch. „In der freien Wildbahn sind sie ganz schnelle Läufer“, weiß der Landwirt. „Esel brauchen Bewegung.“ Öfter mal gehen sie mit den Tieren spazieren. Viel Wissen über die richtige Haltung spricht aus Theo Arndt. 

Eselnachwuchs Freddy beim Reiterhof Arndt in Wiehagen

Freddys Runden auf dem Gelände, auch auf hartem Boden, seien wichtig für seine Entwicklung. Auch auf die schlanken Kurven der Tiere müsse geachtet werden. Jedes Pfund zuviel „geht schnell auf die Gelenke“, erklärt Arndt. Daher sind fette Wiesen tabu für die Tiere, die ursprünglich karge Kost gewohnt sind. Stroh, Rüben, unter Zufütterung von ein wenig Maissilage oder Heu sind ihre Hauptnahrung. Eine falsche Ernährung könne bei Eseln schnell gesundheitliche Problemen an den Hufen oder im Verdauungstrakt aufwerfen. Ganz wichtig sei auch der trockene Stand in Zusammenhang mit Hufproblemen. 

Fohlen Freddy mit Zwergesel-Mama Rosi direkt nach der Geburt.

Zwölf Monate hat Familie Arndt auf den kleinen Hengst gewartet, so lange dauert die Trächtigkeit bei Eseln. Bei den Tiergeburten brauchen die Arndts in den seltensten Fällen Hilfe, auch nicht bei ihren Pferden. Trotzdem bekam Freddy direkt nach der Geburt Besuch vom Tierarzt zur Kontrolle. 

Demnächst werden sich sechs Esel bei den Arndts tummeln und vielleicht lernen die Wickeder Freddy ja auch mal kennen, da die Esel der Familie Arndt den Weihnachtsmarkt im Ort bereichern.

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