Die Edelstahlbecken in Wickede warten

So soll die Freibadsaison starten

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Dass im Becken rechtzeitig zum Saisonstart wieder Wasser eingefüllt ist, hat die Gemeinde selbst in der Hand. Ob aber der Coronaschutz für die am 15. Mai geplante Freibad-Eröffnung grünes Licht gibt, entscheidet sich an anderer Stelle. 

Nachdem 2020 keine Jahreskarten fürs Freibad verkauft wurden, bietet die Gemeinde für die neue Saison nun wieder Jahrestickets an. Öffnen soll das Bad am 15. Mai - wenn bis dahin der Coronaschutz grünes Licht gibt. Nach den gegenwärtigen Bestimmungen dürfte das Bad noch nicht öffnen, so das Rathaus. 

Wickede - Die Jahreskarten kosten ohne Ermäßigung 35 Euro für Jugendliche, 80 Euro für Erwachsene und 85 Euro für Familien und entsprechen damit noch dem moderaten Corona-Preisniveau des Vorjahres. Die Einzelkarte für Erwachsen liegt weiterhin bei 3,50 Euro, für die Jugend bei 1,50 Euro.

Schwimmen und Aufenthalt im Bad mit hohem Schutz vor dem Coronavirus bei möglichst guter Auslastung, „um trotz der unvermeidbaren Beschränkungen vielen Gästen den Besuch des Bades zu ermöglich und eine angemessene Wirtschaftlichkeit zu erreichen“ - diese Ziele formuliert die Gemeinde jetzt in einem Dringlichkeitsbeschluss, um bei Freigabe des Badebetriebes für die Saison 2021 vorbereitet zu sein.

Dafür ist ein neues Onlineticketsystem installiert worden, mit dem man insbesondere drei Ziele erreichen will. Zum einen soll stets verlässlich die Begrenzung der Besucher gewährleistet werden, zum anderen ist die Dokumentation aller Besucher zwecks Nachverfolgbarkeit im Fall einer Corona-Infektion sicherzustellen. Zum dritten will man mit dem Onlineticket generell „die Strategie der Digitalisierung der Gemeindeverwaltung auch diesem Bereich“ umsetzen.

„In Einzelfällen bleibt zur Kundenfreundlichkeit ein Barverkauf an der Freibadkasse möglich, allerdings soll dazu vorab eine Registrierung auf dem Portal erfolgen“, setzt die Gemeinde in dem von Norbert Spieth und Gertrud Martin als Vorsitzende des Fachausschusses Bildung, Kultur, Soziale Fragen und Sport (BKSS) unterzeichneten Beschluss fest.

Damit konkretisiert sich nun die Planung, derzufolge zunächst vier Schwimmzeiten täglich bestehen bleiben, im Sommer aber auf drei Zeiten umgeschwenkt wird, um während der Ferien insbesondere Familien, Kindern und Jugendlichen einen längeren Aufenthalt zu ermöglichen. Wie die grundsätzliche Frage der Freibadöffnung bleiben auch das Zeitkonzept ebenso wie die Obergrenze der Besucher pro Schwimmzeit immer abhängig von der jeweils aktuellen Corona-Lage.

Bis zum 1. Juli können von 7 bis 9.30 Uhr 120 Besucher ins Bad, von 10.30 bis 13.30 Uhr sind es dann 250 Gäste, ebenso von 14.30 bis 17.30 Uhr und dann von 18.30 bis 20 Uhr wiederum 120 Besucher. Ab 1. Juli bis zum voraussichtlichen Ende der Saison am 31. August sind dann von 7 bis 11 Uhr 150 Besucher zugelassen, von 12 bis 17.30 Uhr 300 und von 18.30 bis 20 Uhr wiederum 150. 

Unterm Strich können damit in der ersten Saisonhälfte bis zu 740 Menschen zum Baden kommen. Ab 1. Juli wären es dann täglich nur noch bis zu 600, dies aber tagsüber mit einer wesentlich längeren Verweildauer. So hatten es Politik und Freibadförderverein für die Saison gewünscht.  

Montags öffnet das Bad mit Verweis auf Wartungs- und Reinigungsarbeiten grundsätzlich erst mit dem zweiten Block. Zwischen den täglichen Zeitblöcken erfolgen Reinigung und Desinfektion durch eine Reinigungsfirma und durch das Freibadpersonal.

Abweichend von diesen Öffnungszeiten prüfe die Verwaltung mit Blick auf die Personalressourcen, ob „an einigen Öffnungstagen in der Woche bereits um 6 Uhr geöffnet werden kann“. Außerdem prüfe man die Zulässigkeit von kleinen Gesundheitsgruppen etwa für Aquajogging, „die den eingeschränkten Schwimmbetrieb nicht beeinträchtigen.

Je nach Witterung ist eine Verlängerung der Badesaison über den 31. August hinaus bis zum 12. September möglich, „wenn die entsprechende Wetterprognose dann eine angemessene Besucherzahl im Durchschnitt erwarten lässt“, heißt es im Freibadbeschluss. Abhängig sind alle Regelungen aber insbesondere von der Corona-Lage. Wenn es zum 15. Mai noch keine Freigabe vom Bund gibt, muss auch die Saisoneröffnung noch warten. 

Die moderate Preisgestaltung für die Freibadsaison 2021 komme im zweiten Pandemiejahr insbesondere Familien entgegen, auch wenn Qualität und Attraktivität des Freibades, die zu erwartenden Verluste und der Vergleich zu anderen Freibädern eine Preisanpassung nehelegen, heißt es von der Gemeinde.

Mit dieser Argumentation wird dann aber auch bereits auf ein Anhebung der Tarife im komenden Jahr verweisen, die bereits jetzt festgezurrt wurde. Demnach gilt ab 2022 ein Entgelt von 100 Euro für die Saisonkarte für einen Erwachsenen und 120 Euro für die Saisonkarte „Familien“. Die prozentualen Ermäßigungen für Feuerwehr, Ehrenamtskarten- und Familienpassinhaber bleiben aber auch dann bestehen. 

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