Baubeginn am Montag, Flugbetrieb ruht für zwei Wochen

Landebahn wird um 5 Meter verbreitert

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Die Start- und Landebahn hat 50 Jahre auf dem Buckel. In den kommenden beiden Wochen wird der deutlich die Jahre Asphalt ausgetauscht und die Bahn dabei direkt um fünf Meter verbreitert.

Echthausen – In die Breite geht in Corona-Zeiten manch einer aus Mangel an Bewegung. Anders die Landebahn am Flugplatz Echthausen: Dort kommt jetzt Bewegung auf. Und deshalb geht sie in die Breite. Am Montag ist Baustart. Bis 29. November wird der Flugbetrieb daher komplett eingestellt – ausgenommen sind Hubschrauber in Notfällen.

Notwendig sind die umfangreichen Baumaßnahmen aus zwei Gründen: Zum einen soll der Asphaltbelag der rund 50 Jahre alten Start-und-Lande-Bahn erneuert werden. Zum anderen wird die ursprüngliche Bahn verbreitert. Deshalb plant die private Flugplatz-Holding, hinter der die Mendener Unternehmensgruppe OBO Bettermann steht, seit einiger Zeit diese Baumaßnahme. Genehmigungsgrundlage dafür sei die bestandskräftige Platzgenehmigung, die bisher noch nicht in vollem Umfang umgesetzt worden sei, erläuterte Pressesprecher Ulrich Tückmantel von der Bezirksregierung in Münster, die für die Luftaufsicht und -sicherheit in Westfalen-Lippe verantwortlich zeichnet.

Sowohl die Erneuerung der in die Jahre gekommenen Asphaltdecke als auch die Verbreiterung der Bahn dienten der Optimierung der Sicherheit bei Starts und Landungen der Propellermaschinen und kleinen Düsenjets bis zu einem maximalen Gesamtgewicht von 5,7 Tonnen, die am Verkehrslandeplatz Arnsberg-Menden zugelassen seien, erklärte Tückmantel.

Im Zuge der Verbreiterung der alten Start-und-Lande-Bahn von 20 auf 25 Meter in nördliche Richtung zum Waldstreifen hin werde auch die Befeuerung zu dieser Seite hin versetzt, berichtete Neuhaus. Dazu müssten die rund 30 Begrenzungsleuchten demontiert und anschließend auf neuen kleinen Fundamenten wieder installiert werden. Hinzu käme die Verlegung mehrerer Kilometer an Stromkabeln.

Final wird eine Fläche von 23 000 Quadratmeter mit einer neuen Deckschicht asphaltiert. Statt der ursprünglich 920 Meter langen und 20 Meter breiten Bahn stünde dann künftig eine 1 055 Meter lange und 25 Meter breite Piste mit durchgängig gleichem und planem Belag zur Verfügung, so Neuhaus.

Förderung aus Landesmitteln

Der Verkehrslandeplatz Arnsberg-Menden ist einer von zehn Schwerpunkt-Verkehrslandeplätzen für den Geschäftsreiseluftverkehr in Nordrhein-Westfalen und wird auch im Zusammenhang mit Rettungs- und Ambulanzflügen genutzt. Aus diesem Grund wird die aktuelle Baumaßnahme durch Landesmittel gefördert. Der zusätzlich zu erbringende Eigenanteil der Betreibergesellschaft beliefe sich auf einen deutlich sechsstelligen Betrag, betonte Neuhaus.

An der Anzahl der Flugbewegungen pro Jahr und der Begrenzung bei den Größe der auf dem Westerberg zwischen den Dörfern Echthausen und Voßwinkel abgefertigten Maschinen ändere sich dadurch nichts.

Für die Gemeinde Wickede kein Problem, „ob die Flieger dort auf 20 oder 25 Meter Breite landen“, so Bürgermeister Dr. Martin Michalzik. Im Raum steht dem gegenüber immer noch die Überlegung des Betreibers, die die Bahn um 200 Meter zu verlängern.

Michalzik und Echthausens Ortsvorsteher Rainer Belz kommentierten die Planskizzen zu Jahresbeginn „mit Zurückhaltung“. Die Verlängerung aus zwingenden Sicherheitsgründen erscheine vertretbar, „wenn dafür die Kreisstraße zwischen Vosswinkel und Echthausen nicht verlegt wird“. Seither kam das Thema nicht wieder aufs Tableau. Michalzik: „Bislang blieb es noch bei der reinen Absichtserklärung.“

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