Spontan zum Casting gefahren

Wiehagener Familie Griwatsch ist bereit für "Babylon Berlin"

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Wickede - Der Friseurbesuch ist bis Mitte Februar tabu. Solange muss sich Familie Griwatsch gedulden und auf Signale von der Agentur warten. Bis dann sollen Bettina, Carsten und Lars erfahren, ob sie angenommen sind und mitspielen dürfen – in der dritten Staffel von „Babylon Berlin“.

Eigentlich war neulich in Bonn „alles ziemlich unspektakulär“. Vor allem aber eine spontane Idee, dem Casting-Aufruf im TV für die erfolgreiche deutsche Krimi-Fernsehserie zu folgen und sich auf den Weg zu machen. „Ich habe alle beiden Staffeln gesehen; die Zeit interessiert mich einfach,“ erzählt Bettina Griwatsch. 

Viel Überzeugungskraft brauchte sie jedenfalls nicht, um auch ihren Mann vom Casting-Ausflug ebenso zu begeistern wie den ältesten Sohn Lars. Das Wiehagener Trio tat gut daran, extra früh in Bonn anzureisen: Unnötig, die Wartezeit ab 10.30 Uhr bis zum Beginn des Castings in einem nahen Café zu überbrücken, denn die ersten Kandidaten warteten schon. „Da haben wir uns lieber mit angestellt.“

 Es war weise Vorausschau, denn dann ging alles ganz fix: Die Agentur öffnete vorzeitig ihre Pforten, ein Datenblatt war auszufüllen. Eine Etage höher wurde jeder vor einer weißen Wand fotografiert – mit Nummernzettel vor der Brust, auf dem auch Größe und Alter vermerkt sind. Die Fotos werden später der Regie vorgelegt, die die Auswahl trifft, heißt es dazu in den Infos zum Ablauf des Castings – ein Din-A-4-Zettel, der mit Klebeband an einer Wand pappte. Darauf ebenfalls notiert: „Alle sollen sich bitte bis zum 18.2. die Haare wachsen lassen“.

 Wer genommen wird, fährt zur Kostüm- und Maskenprobe nach Köln. Drehzeit: Mitte Februar bis Mitte März. Drehorte: Bonn, Düren, Krefeld, Solingen, Köln. So weit, so schnell erledigt. Jedenfalls für die Wiehagener „Babylon Berlin“-Fans. Bereits um kurz vor 12 waren Bettina, Carsten und Lars schon wieder raus. Und heilfroh, so überpünktlich in Bonn gewesen zu sein. „Was für ein Chaos, was für eine Menschenschlange,“ beschreiben sie den Anblick, der sie wenig später vor der Tür erwartete. Mehrere hundert Meter weitere Kandidaten warteten noch auf Einlass.

 Ob die Griwatsch Chancen haben mitzuspielen? „Mal abwarten.“ Für die dritte Staffel der Krimiserie werden gerade mal 500 Komparsen und 40 Kleindarsteller benötigt. Und damit ist die Konkurrenz riesig. Und zu allem sind die Griwatsch’ auch nicht bereit. „Nein, Glatze schneiden lassen wir uns nicht,“ ist beschlossen Sache für das das Trio. Und Kussszenen mit fremden Partnern ist auch nicht so das Ding des Ehepaares.

 Bleibt jetzt die gespannte Erwartung bei den drei Wiehagenern. Und allemal die Erinnerung an einen hochinteressanten Ausflug. Bis zum 18. Februar müssen sie sich gedulden – und können dann vielleicht doch noch zum Film-Friseur. Die Bob-Frisur der „Goldenen 20er Jahre“ jedenfalls würde Bettina Griwatsch prima stehen, ebenso wie der streng zurückgekämmte Look einer Gefängniswärterin.

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