Marktarkaden

Epoxidharz gegen schlüpfrige Riemchen

Wickedes Marktarkaden bekommen jetzt eine Stopperschicht - Foto: Hüttenbrink

Wickede - Es ist letztlich eine Frage der Verkehrssicherungspflicht, die nach Ansicht der Gemeinde aber bisher noch nicht befriedigend beantwortet werden konnte. Vielleicht jetzt: Der Boden der Marktarkaden bekommt in diesen Tagen einen neuen Belag.

Rund vier Jahrzehnte ist der überdachte Gang nun alt. 40 Jahre, in denen gerade bei feuchter Witterung oder bei Frost im Winter mancher schon mal etwas ins Rutschen kam. 

Dann nämlich wird die Oberfläche der roten Spaltriemchen unter den Arkaden recht glatt - ein Umstand, den die Gemeindeväter seinerzeit bei der Planung offenbar nicht im Auge hatten. 

Zwar ist von folgenschweren Stürzen und schweren Verletzungen in all den Jahren keine Rede gewesen. Wohl aber war immer wieder überlegt worden, wie man der Glätte bei Frost und Feuchtigkeit beikommen kann. 

Nach großen Gummimatten beschaffte die Kommune später dicke schwere Läufer, mit denen jeweils im Winter die Arkadengänge ausgelegt wurden. 

Doch das Gelbe vom Ei war bisher nicht dabei. Die Gummimatten wellten sich, bei den Teppichen warfen sich die Stoßkanten auf. Wenn auch die Glätte gemindert wurde, entstanden doch mit Stolpergefahren wieder andere Probleme. 

Jetzt soll es also die Epoxidbeschichtung bringen. Anliegende Händler rümpften da zunächst einmal die Nase. Das aber weniger wegen der grundsätzlichen Technik, sondern mit Verweis auf den stechenden Geruch der Lösungsmittel, die zum Einsatz kommen. 

Die immerhin dürften mit dem Trocknen verflogen sein, wenn die drei Schichten schließlich aufgebracht sind. Zunächst wird in die erste Harzschicht Sand eingestreut. Dann erfolgt eine zweite Schicht zum Abdecken und schließlich eine dritte Schicht, in die auch noch Kunststoffchips eingearbeitet sind.

 Sie verleihen dem Bodenbelag schließlich eine melierte Optik. Vor allem aber macht dieser Bodenbelag den an ihn gestellten Anforderungen alle Ehre. Will heißen: Der Boden wird derart stumpf, dass man sich beim Begehen erst einmal darauf einstellen muss. 

Statt „rutschhemmend“, wie der im Rathaus noch bis Ende des Monats zuständige Mitarbeiter Thomas Droll den Belag bezeichnete, wäre „rutschfest“ wohl treffender. 

Eine kleine Referenzfläche neben der Reinigung und Änderungsschneiderei Hamm gibt einen ersten Eindruck davon. Wer hier seinen Fuß aufsetzt, kann schnell den Gedanken bekommen, dass auch dieser Boden aufgrund seiner extremen Rutschfestigkeit nicht ganz problemlos zu begehen sein könnte.

 Aber das muss man nun erst einmal abwarten. Bis Ende dieser Woche etwa könnten die Arbeiten abgeschlossen sein, hieß es von der beauftragten Firma vor Ort. 

Dann sind die rund 220 Quadratmeter mit den drei fest haftenden Epoxidharz-Schichten überzogen. Damit wird es im Wandelgang um den Markt schon ganz bald ein völlig neues Geh-Gefühl geben. 

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