Einsatzstatistik Wickede

Die heißesten Stunden der Woche starten donnerstags um 13 Uhr

Dreigestirn an der Spitze der Feuerwehr: Gemeindebrandinspektor Georg Ptacek (M.) mit den beiden Brandoberinspektoren Marcel Horn (l.) und Sascha Seidel. - Foto: Schulte

Wickede – Donnerstags zwischen 13 und 15 Uhr - das sind die heißesten Stunden der Woche. Zumindest nach der Statistik der Feuerwehr. Denn in diesem Zeitraum vermerken die Brandschützer in ihrem Überblick 2018 potenziell die meisten Einsätze.

Das waren im abgelaufenen Jahr gar nicht wenige. Auch hier verweist die Statistik auf einen klaren Trend, wie Gemeindebrandinspektor Georg Ptacek bei seinem Bericht im Rahmen der Jahresdienstbesprechung der Feuerwehr Wickede (Ruhr) am Samstag ausführte.

So verzeichnete das Jahr 2018 mit 2 808 Einsatzstunden fast 600 Stunden mehr als im Vorjahr. Das entspricht einer Steigerung von immerhin rund 25 Prozent. 

Die Zahl der Einsätze stieg von 111 auf 139 - auch hier also eine Zunahme von rund einem Viertel. Wobei Georg Ptacek nicht unerwähnt ließ, dass mit den 2808 Stunden die reine Einsatzzeit erfasst worden sei - die weiteren zeitlichen Belastungen für die Kameraden wie sie nach einem Einsatz z.B. für das Aufräumen im Gerätehaus anfallen, sind hier gar nicht erfasst - all das wohl gemerkt ehrenamtliche Stunden der Feuerwehrmitglieder im Dienst an der Allgemeinheit. 

Dass in der aktuellen Statistik gerade der Donnerstag mit durchschnittlich 44 Einsätzen weit vor dem Mittwoch mit im Schnitt 21 Einsätzen liegt, mag nicht zuletzt an „Friederike“ gelegen haben. Das Orkantief im Januar hatte die heimische Feuerwehr am Donnerstag, 11. Januar, unzählige Stunden auf Trab gehalten. Der einsatzärmste Tag ist mit im Schnitt neun Alarmen der Sonntag.

Zu den weiteren großen Einsatzszenarien des Jahres 2018 zählte u.a. der Brand der Käserei im alten Kino, aber auch das Feuer im Wohn- und Geschäftshaus Hartmann, bei dem drei Personen aus dem Gebäude gerettet werden mussten. 

Bemerkenswert in der Reihe der Einsätze bei Verkehrsunfällen war nicht zuletzt die Kollision auf der B7 zwischen Wimbern und Voßwinkel. 

Abseits dieser Ernstfälle absolvierten die Wehrleute zahllose weitere Stunden, z.B., um sich hinsichtlich einer besseren Schlagkraft zu schulen und weiter ausbilden zu lassen, um die dringend notwendige Nachwuchsarbeit in der Jugend- und in der neuen Kinderfeuerwehr zu fördern, oder um bei Übungen immer wieder die Einsatzfähigkeit so zu trainieren, dass im Ernstfall alle Handgriffe sitzen.

Für diesen großen Einsatz war den 112 aktiven Wehrleuten, den 21 Mitgliedern der Kinder- und 37 Mitgliedern der Jugendwehr, den 41 Kameraden der Ehrenabteilung, 38 Mitgliedern des Musik- und 48 Mitgliedern des Spielmannszuges der große Dank des Bürgermeisters stellvertretend für die gesamte Bevölkerung sicher.

Bei der Jahresdienstbesprechung würdigte Dr. Martin Michalzik die große Bereitschaft, sich immer wieder für die Sicherheit der Menschen vor Ort einzusetzen. Opfer hierfür tragen nicht nur die Wehrleute alleine, sondern auch ihre Partner und Kinder daheim. 

Die Feuerwehr könne man daher auch als „Familienunternehmen für die gesamte Gemeinde bezeichnen“, so Michalzik. Der Bürgermeister hob nicht zuletzt die Nachwuchsarbeit und die Schlagkraft der Jugendfeuerwehr hervor, die ihn tags zuvor beim Neujahrsempfang noch in einer kleinen Demonstration mit der Fluchthaube von der Bühne „gerettet“ hatten.

Ähnlich wie die Gemeinde selbst z.B. mit ihren Glasfaserbaustellen sei auch die Feuerwehr immer eine Baustelle. Von der aufwändigen Aufstellung des neuen Brandschutzbedarfsplans über die Vergrößerung der Durchfahrtshöhen im Gerätehaus und den Neuanstrich in Kürze bis hin zu den Fahrzeugen, die in diesem Jahr hinzukommen werden. 

Für all diese Dienste gab es vom Bürgermeister ein herzliches Dankeschön an das Team der Feuerwehr Wickede (Ruhr) mit seinem Dreigestirn Georg Ptacek, Sascha Seidel und Marcel Horn an der Spitze.

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