Anweisungen aus Düsseldorf

Coronavirus im Kreis Soest: Selbsttest stößt bei Lehrern auf Kritik     

In dieser Woche gibt’s noch keine Selbsttests, während man gleichzeitig die bisherige Testung der Lehr- und Funktionskräfte durch die Praxis Höhmann als beendet ansieht. 
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In dieser Woche gibt’s noch keine Selbsttests, während man gleichzeitig die bisherige Testung der Lehr- und Funktionskräfte durch die Praxis Höhmann als beendet ansieht. 

So ganz können die Schulen vor Ort die Anweisungen aus Düsseldorf nicht nachvollziehen.

Wickede - Ab Montag eine Woche Distanz-Unterricht, in der Woche danach wieder die Strukturen von vor Ostern – das bringe weitere Unruhe und Unsicherheit mit sich, hört man zwischen den Zeilen – und sogar Gefahren. So ist etwa die neu einzuführende Selbsttestung nicht unumstritten. Zum Beispiel in Bezug auf ihre Übergangsphase.

In dieser Woche gibt’s noch keine Selbsttests, während man gleichzeitig die bisherige Testung der Lehr- und Funktionskräfte durch die Praxis Höhmann als beendet ansieht. Das bedeutet: Eine Woche lang keine Tests, obwohl durch die Notbetreuung einige Dutzend Kinder in den Schulen zusammenkommen. Da herrscht die Angst, dass nur ein, zwei Infektionsfälle in den nächsten Tagen zum neuen Hotspot in der übernächsten Woche werden.

Coronavirus im Kreis Soest: Sollten Tests Aufgabe der Schule sein?

Nachdem sich die Lehrpersonen nun selbst fit machen, wie der Selbsttest vorzunehmen ist, um dies den Kindern beizubringen, steht die Frage im Raum: Sollte das überhaupt Aufgabe der Schulen sein? Sollten nicht die Selbsttests daheim laufen. Dann hatte man bereits auf dem Schulweg oder in überfüllten Bussen Sicherheit, statt erst in den Klassen zu testen.

Immerhin freut sich Sekundarschuleiter Peter Zarnitz, der zumindest die vor den Abschlussprüfungen stehenden Zehntklässler nächste Woche begrüßt, dass in Kooperation mit der Kommune Fachkräfte der Ruhrtalklinik gewonnen wurden, die in Sachen Selbsttest Anleitung geben. Aber auch Zarnitz behagt das Sprunghafte der Corona-Schulpolitik nicht: Nach der Zwei-Wochen-Phase vor Ostern folgt jetzt die geänderte Handhabung im Wochentakt. „Hoffentlich gibt’s demnächst nicht noch täglich neue Anordnungen“, meint der Pädagoge.

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