200 Jahre Vinzentius-Bruderschaft

Seit 200 Jahren die Menschen ohne Standesunterschiede vereint

Freuten sich über einen gelungenen Jubiläumsauftakt: v.l. Oberst Stefan Reszel, Bundesschriftführer Stefan Albersmeier (Sauerländer Schützenbund), Schützenkönigspaar Timo Eickenbusch und Tanja Sczesny, Kreisoberst Dietrich Wilhelm Dünnewig, Bürgermeister Dr. Martin Michalzik, Ortsvorsteher Rainer Belz, Jungschützenkönig Louis Eickenbusch, Thomas Reiß (Amt Hüsten) und Pastor Thomas Metten - Foto: Schulze

Echthausen - „Um Frieden, Eintracht und Bürgersinn unter den Mitgliedern und in der Dorfgemeinschaft zu fördern, hat die Bruderschaft die Aufgabe, bei einem jährlich zu feiernden Fest alle Mitglieder und Gäste ohne Unterschied des Ranges, Standes oder Vermögens zu froher Geselligkeit zu vereinigen“ - das Zitat aus der Satzung, möglicherweise sogar schon Teil der Ur-Statuten der Vinzentius-Schützen von 1818, beschreibt in beeindruckend klarer Form den Kern des Schützenwesens. Es war deshalb auch eine der zentralen Aussagen beim Festakt zum 200-jährigen Bestehen am Freitagabend in der Gemeindehalle.

Zitiert worden war dieser Punkt der alten Satzung zum Abschluss der amüsanten, kurzweiligen und rückschauenden „Festrede im Dialog“ von Wimberns Brudermeister Gerry Schulte und Christian Donner, Echthauser Schütze mit Leib und Seele. Ihr Beitrag zählte unbestritten zu den Höhepunkten des Festakt-Programms.

Gerry Schulte betonte, dass er persönlich viele Freundschaften gewonnen habe, die durch die Schützenbruderschaft entstanden seien, und so dürfte es bei vielen Schützen sein. Als Fundament hierfür dienen die Schlagwörter „Glaube, Sitte, Heimat“: Heimat ist da, wo man zu Hause ist, Sitte und Brauchtum sind Grundlage für den Bezug zur Gemeinschaft und das Schlagwort „Glaube“ repräsentiert die Ausrichtung auf Basis christlicher Werte.

Dazu gesellen sich individuelle Traditionen der Bruderschaften - in Echthausen angefangen von den „Fröschelkes“ bis hin zum“ Ferbelliner Reitermarsch“ am Montagmorgen, das Trinken aus den kleinen „Kompottschalen“ bis hin zur Dorfpolonäse und den netten Gesprächen mit alten und neuen Freunden. 

Der Festakt zum 200-jährigen Bestehen der St.-Vinzentius-Schützenbruderschaft konnte aber auch in anderer Hinsicht als erfolgreicher Auftakt zum großen Jubiläum gewertet werden. In der komplett besetzten Gemeindehalle freuten sich die vielen Vertreter der befreundeten Bruderschaften, die Vertreter der Echthauser Vereine und auch viele Bürger Echthausens, bei diesem großen Geburtstag mitfeiern zu können.

Musikalisch untermalt vom Musikverein Echthausen und von Ortsvorsteher und Vorstandsmitglied Rainer Belz kurzweilig moderiert, sah das Programm u.a. die Grußworte von Pastor Thomas Metten als Vertreter der Kirchengemeinde, Bürgermeister Dr. Martin Michalzik als Vertreter der Kommune und von den Abgesandten der befreundeten Bruderschaften vor.

Oberst Stefan Reszel brachte seine Freunde über die große Anteilnahme aller Besucher von nah und fern zum Ausdruck. Ein weiterer Grund zur Freude: das Video „Schützenjung“. Das rundum gelungene Projekt war im Vorjahr aufgenommen worden. Mittlerweile ist es bereits 250 000 mal angeklickt worden - und natürlich wurde es beim Festakt einmal mehr präsentiert.

Der große Zapfenstreich an der Gemeindehalle war der musikalische und feierliche Höhepunkt dieses Festakts. Die Aufführung des Musikvereins Echthausen und des Spielmannszugs der Feuerwehr Wickede wurde umrahmt von zahlreichen Fackelträgern des Löschzugs Echthausen. 

Noch einmal zurück zu den Wurzeln der Vinzentius-Bruderschaft: Am 14. Juli 1818 waren es 76 Mitglieder bei der Gründung auf Raschen Hof - ein schöner Brückenschlag von den Ursprüngen damals zum Hier und Jetzt ist daher die Tatsache, dass Echthausens Schützenjubiläum 200 Jahre später auch wieder auf Raschen Hof gefeiert wird. - taze

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