Brand im alten Kino

Verzehrwarnung gilt für das gesamte Gemeindegebiet 

Wegen der wechselnden Winde am Brandtag schließt die Verwaltung von ihrer Verzehrwarnung für Obst und Gemüse keinen Bereich des Gemeindegebietes aus; das Bild oben zeigt ein frühes Stadium des Brandes mit seiner sehr starken Qualmentwicklung. - Foto: Helmer

Wickede - Die nach dem Brand im alten Kino ausgegebene Verzehrwarnung der Gemeinde gilt für das gesamte Gemeindegebiet. Das hat am Freitag die Verwaltung erläutert. Demnach sollte auch in den Ortsteilen kein Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten konsumiert werden.

„Wir hatten am Tag des Brandes wechselnde Windrichtungen“, erläuterte am Freitag Fachbereichsleiter Ingo Regenhardt. Daher muss damit gerechnet werden, dass überall im Gemeindegebiet Rußpartikel von dem Brand niedergegangen sind. 

Ob die denn tatsächlich auch bis Wimbern, Echthausen oder Schlückingen gelangt sein könnten, diese Frage kommentierte der Fachbereichsleiter mit dem Verweis auf einen Großbrand kürzlich in Lippstadt. „Von dort sind Rußpartikel bis in den Kreis Warendorf gelangt“.

Deshalb gehe die Gemeinde auf Nummer Sicher, gebe die Verzehrwarnung für das gesamte Gemeindegebiet aus und warte auf die Analyseergebnisse des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV). Die sollen Ende nächster Woche vorliegen. 

Das LANUV untersucht auf polybromierte Dioxine und Furane, um gesicherte Aussagen zum Verzehr von Obst und Gemüse zu machen. Bis dahin sollte kein Gemüse oder Obst aus dem eigenen Garten verzehrt werden, so die Gemeinde.

Unterdessen hat sich die  Feuerwehr nach dem Brand im alten Kino am Freitag zu Wort gemeldet. Von Feuerwehr-Sprecher Philip Pantel kam ein herzliches Dankeschön, das wir im Folgenden abdrucken:

 „Nach großem Zuspruch aus der Bevölkerung, der uns persönlich und auch über die sozialen Medien erreicht hat, möchten auch wir uns, als Freiwillige Feuerwehr Wickede (Ruhr), an dieser Stelle einmal bedanken; bei den Wickeder Betrieben und Gastronomen, die uns spontan und unbürokratisch mit Verpflegung, insbesondere unzähligen Litern Mineralwasser, versorgt haben, bei der Wickeder Bevölkerung, egal ob Stühle aus dem heimischen Garten, einem Einkaufswagen voll mit Getränken oder einfach nur dankenden Worten – wir wurden unterstützt; bei den Arbeitgebern, die auf viele von uns für mehrere Stunden verzichten mussten; bei dem Motorsportclub Wiehagen dafür, dass wir uns in ihrem Vereinsheim ausruhen, waschen und stärken durften; bei dem DRK Wickede (Ruhr) für die Versorgung an der Einsatzstelle und im Ruhebereich; bei den Freiwilligen Feuerwehren aus Werl, Ense, Fröndenberg, Soest und Welver für die Unterstützung beim und auch nach dem Einsatz; bei den Kollegen der Gemeindeverwaltung, der Kreisfeuerwehrzentrale des Kreises Soest und allen anderen beteiligten Behörden für die reibungslose Zusammenarbeit; und natürlich bei allen Kameradinnen und Kameraden aus unseren eigenen Reihen und deren Familien für den Rückhalt.“

Einen kleinen Kritikpunkt transportiert Feuerwehr-Sprecher Pantel aber auch: „Trotz der vielen positiven und erfreulichen Erfahrungen hat uns erschreckt, dass auch einige unbelehrbare Mitbürger die Absperrungen ignoriert haben und sogar mit kleinen Kindern den Gefahrenbereich betreten haben“.

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