Bikepark

Rathaus votiert für Piste nur aus Erdboden 

Bürgermeister Dr. Martin Michalzik hat für die Freizeitanlage und den Bikepark dieses Logo entworfen.

Wickede – Der nächste Schritt zum Bikepark am Freibad soll am Dienstag getan werden. Dem Bauausschuss, der ab 18 Uhr im Bürgerhaus tagt, liegen verschiedene Optionen einer solchen Anlage vor. Eine asphaltierte Strecke auf dem alten Tennisgelände, die es in drei Größen gibt, eine solche Strecke plus ein erdgebundener Rundkurs im benachbarten Kiefernwäldchen, oder aber eine Anlage nur aus Erde und ohne Asphalt.

So oder so: Der Bike-Park soll ein erster Bestandteil diverser Komponenten eines gesamten Freizeitgeländes werden. Voraussetzung ist dabei eine Förderung - ob aus dem „Leader“-Topf oder einem anderen Programm, ist nicht maßgeblich. 

Die Kosten variieren je nach Umfang und Ausführung. So kostet z.B. ein asphaltierter „Pumptrack“ je nach Größe 65 000, 75 000 oder 93 000 Euro - wenn, würde es aber nicht die kleinste Lösung sein, weil hier geübte und ungeübte Fahrer auf zu engem Raum unterwegs wären.

Der zusätzlich durch das Wäldchen anzulegende Mountainbike-Rundkurs von ca. 300 Metern Länge in erdgebundener Ausführung wird mit weiteren ca. 12 000 Euro brutto veranschlagt. Dann wiederum liegt das Angebot eines anderen Unternehmens vor, das auf der Ex-Tennisfläche einen Bikepark mit Sitzgelegenheiten, Fahrradständer etc. vorsieht und als Orientierungsgröße Kosten von rund 60 000 Euro benennt. 

Eine dritte Variante verzichtet gänzlich auf Asphaltierungen. Hier werden sämtliche Hügel und Fahrwege nur mit Naturmaterialien erstellt. Vorteile werden darin gesehen, dass der Wartungsaufwand gering ist und dass auch ein möglicher Rückbau der Anlage, sollte sie einmal in der Zukunft nicht mehr ausreichend frequentiert werden, unkompliziert vonstattengehen kann. Hierfür veranschlagt der Anbieter ca. 25 000 Euro.

Bei den Überlegungen spielt auch die Pflegebedürftigkeit der Bahnen eine Rolle. Während die asphaltierten Bahnen als weitgehend wartungsfrei bezeichnet werden und hier lediglich Müll entsorgt werden müsste oder angrenzende Rasenflächen zu mähen sind, würden Brechsand-basierte Anlagen einen intensiveren Pflegeaufwand nach sich ziehen. 

Das Rathaus selbst favorisiert weder Asphalt noch Brechsand, sondern einfachen Erdboden. „In der Konsequenz wird nahe gelegt, die Bike-Park Variante in einer rein erdgebundenen Ausführung zu realisieren. Sie ist kostenmäßig die günstigste Lösung und bietet für künftige Folgenutzungen die geringsten Probleme. Dies gilt auch für die laufenden Betriebs-/bzw. Instandhaltungskosten“.

Im Vorschlag der Verwaltung soll zum jetzigen Zeitpunkt noch gar nicht so genau geplant werden, wie exakt die Strecken der Biker verlaufen. „Die genaue Ausformung des Geländes für die fahrradsportlichen Zwecke soll während der Bauarbeiten mit späteren Nutzern (insbes. Jugendlichen) erfolgen“. 

Insofern sei es zielführend, das Gelände nicht im Detail mit weiteren Anlagen jetzt schon zu überplanen, so das Rathaus. Dies solle vielmehr in einem zweiten Ausbauschritt erfolgen, „um auf dem Standort des Gebäudes möglicherweise die heutige Skater-Anlage zu platzieren und andere im Trend liegende Sportmöglichkeiten zu schaffen. Dies gilt ebenso für die Anlage von Wohnmobil-Stellplätzen im Südwesten und die Ausbesserung der Fahrbahn und weiteren Parkplätzen entlang des Freibades als Schritt drei. Dieses Gesamtkonzept schließt auch den Abriss des früheren TV-Vereinsheims ein. Hier ist allerdings zunächst im Einvernehmen mit den derzeitigen Mietern ein Umzug in eine Ersatzwohnung zu regeln“. 

Für die Schritte 2 und 3 will man sich zudem Mittel der Dorferneuerung sichern. Die Überarbeitung des Bebauungsplanes und ggfs. nötige Ingenieurleistungen (Lärmschutz) werden mit rund 16 000 Euro angesetzt.

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