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BG will Solar für 1000 Haushalte

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Von: Martin Hüttenbrink

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500 Meter lang und 50 Meter breit sollen die beiden Solar-Felder südlich des Bahndamms werden, von denen nach dem Antrag der BG eines zwischen Pumpenhäuschen und Bahnübergang Echthausen (unser Bild) vorgesehen ist. © Martin Hüttenbrink

Strom für 1000 Haushalte soll nach einem Antrag der Bürgergemeinschaft mit zwei Solarfeldern produziert werden, die entlang der Bahnlinie zwischen Wickede und Echthausen angelegt werden könnten.

Wickede - Das Gelände ist optimal ausgerichtet, Anwohner, die gestört werden könnten, gibt es nicht, sagt die BG zu den ausgeguckten Flächen. Die beiden Geländestreifen entlang der Bahn ziehen sich zum einen zwischen dem Pumpgebäude und in Richtung Osten und dann noch einmal östlich des Bahnübergangs Echthausen in einem Steifen weiter entlang der Schienen. 

„Aus unserer Sicht kommen zwei Teilstücke mit jeweils 25.000 Quadratmetern (50m x 500m) südlich der Bahnlinie infrage“, schreibt die BG. Bei den Grundstücken handele es sich um Ausgleichsfläche der Gemeinde. „Mit den Eigentümern müsste man ins Gespräch kommen, ob sie bereit sind, einen Teil ihrer Flächen langfristig zu verpachten oder gegebenenfalls zu verkaufen“, heißt es im BG-Antrag.

Eine solche Anlage würde helfen, die Klimaziele zu erreichen. „Das Klimaschutzprogramm 2030 ist ein ehrgeiziges und auch verbindliches Ziel, das seit 2020 auch Gesetzesstatus hat. Um die Zielvorgabe zu erreichen, wurde die bisherige Beschränkung bei den PV-Anlagen (PV-Förderdeckel) aufgehoben. Damit hat der Gesetzgeber günstige Voraussetzungen für den Betrieb solcher Anlagen geschaffen“, sagt die BG.

So wie jeder Einzelne zum Klimaschutz beitragen könne – etwa durch
Wohnraummodernisierung, Heizungserneuerung, Kleidung, Ernährung, Auto, Verkehr – müsse auch die Politik aktiv werden: „Die Produktion von CO2-freiem Strom ist eine Herausforderung für die Zukunft, die von der Politik gemeistert werden muss. Das kann nur gelingen, wenn neben Windenergie auch PV-Anlagen im großen Stil gebaut werden“, heißt es weiter.

Die Bügergemeinschaft stützt sich bei ihrem Antrag auf Informationen des Landesamts für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV). Das Amt weist neben den beantragten Flächen sogar noch ein Teilgebiet „Teil C“ für eine mögliche Freifeld-PV-Anlage aus, die noch weiter östlich Richtung Schafstall entlang der Bahn liegt. 

Hinsichtlich der Akzeptanz einer solchen Anlage heißt es im BG-Antrag: „Es gibt Investoren, die sich auf Freiflächen-PV-Anlagen spezialisiert haben und deren Interesse angefragt werden könnte. Wir, die BG, würden es allerdings sehr begrüßen, wenn zumindest ein Teil der Anlage über eine
Bürgerbeteiligung betrieben würde. Andere Kommunen (z.B. im Landkreis
Ansbach, Gemeinde Gerolfingen2 ) bieten ihren Bürgern solche Modelle
bereits an. Die Gemeindewerke Fröndenberg/Wickede könnten sich
beteiligen. Ebenso sollte geprüft, werden ob Fördergelder für den Bau der
Anlage möglich sind“.

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