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Geschenke für Kinder und Senioren

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Von: Martin Hüttenbrink

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zwei frauen mit sternen in den händen
Sandra Allary und Cathrin Chedor haben schon viele Wunschsterne ausgeschnitten. © Privat

Kleine Geschenke für Kinder und Senioren, die sich selbst nicht so viel leisten können – das ist Hintergrund der Aktion „Wickeder Weihnachtspäckchen“ von Caritas und Diakonie. Dabei richtet sich die Initiative ganz bewusst an die Zielgruppe der Kinder und Senioren in der Gemeinde vor Ort. Schließlich gebe es neben aller unbestrittenen Armut anderswo auch bei uns Familien, denen es nicht so gut gehe und denen man signalisieren wolle, dass sie nicht vergessen werden, dass sie dazugehören.

Wickede – Die Aktion ist längst angelaufen. Eigentlich schon im Sommer. Da hatten die federführend aktiven Sandra Allary und Cathrin Chedor beim gemeinsamen Urlaub mit ihren Familien abends am Lagerfeuer schon die Sterne ausgeschnitten, die am Montag nach dem 1. Advent mit Wünschen versehen in den heimischen Apotheken und Geldinstituten von hilfsbereiten Bürgern abgeholt werden können.

Mittlerweile sind auch schon die vorgefertigten Blanko-Wunschzettel in die Kindergärten und Schulen gegeben worden. Je fünf pro Einrichtung und damit insgesamt 40 Zettel, die an die entsprechenden Familien weitergereicht werden. In der 47. Kalenderwoche holen die Initiatoren die Zettel wieder ab und übertragen sie anonymisiert auf die Sterne, die dann in den Apotheken und Bankfilialen ausgehängt werden. Hinzu kommen dann noch weitere Wünsche aus den Seniorenpflegezentren sowie jene, die der Aktion aus dem Umfeld zugetragen werden.

Ob es am Ende 40, 50 oder noch einige Wünsche mehr sind – die Aktion im Vorjahr hat gezeigt, dass dies unerheblich ist. Die Sterne in den Verkaufsstätten nämlich waren nach etwa einer halben Stunde komplett vergriffen. Als Cathrin Chedor noch einmal sechs Sterne in einer Apotheke nachlieferte, nahm ein Kunde gleich alle sechs auf einmal mit.

Der Gegenwert der Wünsche soll sich jeweils auf 20 bis 25 Euro belaufen. Aber es waren auch durchaus bescheidenere Anliegen dabei. Gerührt hatten die Organisatoren im Vorjahr von Reaktionen aus den Familien gehört. Kinder hatte Tränen in den Augen, weil sie über die Aktion zu Weihnachten ein Buch oder ein Puzzle bekommen hatten. Ein Punkt mehr, der ermutigt, im Reigen der vielen Aktionen für alle Welt zunächst bei den sozial schwachen Familien vor Ort zu beginnen.

Es ist wohl nicht zuletzt der Datenschutz, der eine Ausweitung der Aktion verhindert. Die Initiatoren nämlich hatten auch überlegt, das Jugendamt um Mithilfe zu bitten, wenn es darum geht, potenzielle Adressaten für die Wunschzettel ausfindig zu machen. Von dort werden aber keine Daten herausgegeben.

Aber immerhin: Für diejenigen Kindern und Senioren, die mit Hilfe der Aktion beschenkt werden, ist das „Wickeder Weihnachtspäckenchen“ eine große Freude. Und ein Stück dieser Freude geht auch an all jene, die aus Apotheken und Banken einen oder mehrere Sterne mitnehmen und den erfüllten Wunsch dann dort abgeben. Dort werden die Präsente dann von den Organisatoren abgeholt und über Schulen und Kindergärten an die Familien weitergeleitet.

Wer sich beteiligen und ebenfalls ein Stück Freude an heimische Familien schenken möchte, sollte sich den 29. November vormerken. An diesem Montag werden die Wunschsterne ausgegeben, die gelben für die Kinder, die roten für die Senioren...

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