Keine gravierenden Zwischenfälle

250 Demonstranten flankieren die zweite Landeswahlversammlung der AfD in Werl

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[Update 13.08 Uhr] Werl - Die zweite Landeswahlversammlung der Alternative für Deutschland (AfD) zur Besetzung der Reserveliste für die Landtagswahl im Mai 2017 findet am heutigen Samstag in der Stadthalle Werl statt. Im Umfeld gab es Kundgebungen und Demonstrationszüge des "Bündnis gegen Rassismus", die Kreispolizeibehörde zeigte mit Unterstützung anderer Behörden Präsenz vor Ort. Es gab keine gravierenden Zwischenfälle.

Nach übereinstimmenden Einschätzungen waren rund 250 Demonstranten in Werl vor Ort, die die AfD-Veranstaltung flankierten. Nach Polizeiangaben verliefen die Proteste weitestgehend friedlich, es gab lediglich kleinere Zwischenfälle und eine etwas größere Sitzblockade an der Grafenstraße. 

Demonstranten setzten sich hier nach Angaben aus der Pressestelle der Kreispolizeibehörde Soest auf die Straße "und behinderten für kurze Zeit die Anreise der AfD-Mitglieder. Nach Ansprache durch die eingesetzten Polizisten verließen die Demonstranten die Straße."

Proteste begleiten AfD-Veranstaltung in der Stadthalle Werl

Die Teilnehmer der AfD-Landeswahlversammlung hatten ihre Autos im weiteren Umfeld der Stadthalle geparkt und mussten dann zu Fuß zur Veranstaltungshalle gehen. Dort waren sie naturgemäß schnell als AfD-Mitglieder zu identifizieren und wurden von den Demonstranten entsprechend verbal "begrüßt".

Dass angeblich Demonstranten von mindestens einem AfD-Mitglied mit Münzen beworfen sein sollen und dass Delegierte bisweilen sogar in die Menge vor der Stadthalle winkten, könnte dazu beigetragen haben, dass sich die Protestler provoziert fühlten.

Das eine oder andere Mal kam es zu Rangeleien und Schubsereien, so dass sich Beobachter bisweilen sogar Sorgen machten, dass die Situation eskalieren könnte. Dem aber war nicht so, weil die Polizei rigoros dazwischen ging. So sprach auch Renate Zillessen, Sprecherin der AfD NRW davon, dass die Anreise der Teilnehmer alles in allem unproblematisch gewesen sei.

Eine Wallfahrergruppe, die den Bereich vor der Stadthalle passieren wollte, konnte dies ungehindert tun. Am Ende zogen dann auch die Demonstranten zur Wallfahrtsbasilika , wo eine Friedenskundgebung stattfand. Der Abschluss fand dann am Bahnhofsvorplatz in Werl statt, hier löste sich die Menge dann ab ca. 11.30 Uhr friedlich auf.

"Die Polizei leitete den fließenden Verkehr ab. Die personelle und taktische Ausrichtung der Polizei war dem Einsatz angemessen. Ein deutliches Zeichen für einen friedlichen Verlauf ist auch die Tatsache, dass die Polizei keine Festnahmen zu verzeichnen hatte. Lediglich zwei Platzverweise und eine Anzeige wegen Beleidigung sind zu melden. Die Landeswahlversammlung wird auch am Sonntag durch die Polizei begleitet", heißt es in der Einsatzbilanz der Polizei von Samstagmittag.

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