"Hölzerne Arche"

Streicheln, füttern, lernen: Schulzoo der Walburgisschule wächst

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Der Schulzoo der Walburgisschule hat neue Ställe bekommen. Amelle (9) und Bennett (8) stehen mit den Meerschweinchen vor dem neuen Gehege der Tiere.

Werl - Der Förderverein der Walburgis-Grundschule hat rund 10 000 Euro in den Schulzoo investiert. Heuschrecken, Mäuse Meerschweinchen & Co. können in einer "Hölzernen Arche" Platz finden. Vor allem das Interesse der Kinder für die Umwelt soll so geweckt werden. 

Bei einem Einrichter für Zooläden hatte die Schule stabile und vom Profi gebaute Unterbringungen für die Tiere bestellt. Nun übergab Armin Winkler, Vorsitzender des Fördervereins der Werler Schule, die Anlage „Hölzerne Arche“ an die Lehrer des Schulzoos.

In der neuen Anlage können die Tiere wie Meerschweinchen, Mäuse, Achatschnecken und Stabheuschrecken artgerecht gehalten werden. Zudem bereichern Heuschrecken, Fische und Axolotl (mexikanischer Schwanzlurch) den Schulzoo. 

Tanja Müller, Johanna Vielberg und Tobias Rückert sind die verantwortlichen Lehrkräfte für den Schulzoo, der im Keller der Schule untergebracht ist. Vor zwei Jahren entstand die Idee zu diesem kleinen Zoo in der Schule.

Nach einem Jahr war das Konzept so weit, dass die ersten Tiere in den Osterferien in die selbst gebauten Unterkünfte einziehen konnten. Die neue Anlage ist eine Bereicherung für die Schüler und den Unterricht. 

Täglich sind rund fünf Schüler der vierten Klasse mit dem Schulzoo beschäftigt. In der großen Pause werden die Tiere gefüttert, gepflegt und die Ställe sauber gemacht. 

Freuen sich über die neue Anlage „Hölzerne Arche“ im Schulzoo: Armin Winkler (Vorsitzender des Fördervereins) sowie die Lehrkräfte Johanna Vielberg, Tanja Müller, und Tobias Rückert (von links).

Zudem wird der Schulzoo in den Sachunterricht aller Klassen mit einbezogen. Dazu werden verschiedene Projekte erstellt. Angefangen hat der Unterricht mit den Tieren beim Regenwurm. Im vergangenen Jahr hieß das Thema „Vom Ei bis zum Huhn“. 

Das kommende Projekt befasst sich mit dem Schmetterling. Alle notwendigen Mittel stellt der Schulzoo den Klassen zur Verfügung. „Wenn Kinder die Tiere erst einmal kennengelernt haben, verlieren sie die Angst und gehen später rücksichtsvoller mit den Lebewesen um. Nach dem Motto: Was ich kenne, das schütze ich“, so Lehrer Tobias Rückert. Damit werde das Interesse der Kinder für die Umwelt geweckt.

Die Klassen haben immer die Möglichkeit, den Schulzoo zu besuchen. Die Pinguin-Klasse bekommt den Besuch bei guten Leistungen im Förderunterricht als Bonus. „Da freuen sich alle immer besonders drauf“, sagt Lehrerin Johanna Vielberg. 

Die Form des Schulzoos ist im Lehrplan des Landes verankert. Kinder sollen Tiere und Pflanzen beobachten. Auch im Deutschunterricht kamen die Tiere schon zum Einsatz. Als die Kinder das Beschreiben lernen sollten, haben sie die Tiere des Schulzoos beobachtet und dies niedergeschrieben.

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