Zoll deckt Lohndumping auf Baustelle auf

WERL - Opfer von Lohndumping waren 20 polnische Bauarbeiter, die jetzt der Zoll bei einer Kontrolle überprüft hat. Gegen den verantwortlichen Bauunternehmer wird nun ermittelt.

Die Kontrollbeamten des Hauptzollamtes Bielefeld staunten nicht schlecht, als sie routinemäßig eine Baustelle in Werl überprüften. Dort trafen sie zwanzig polnische Bauarbeiter an, die mit Sanierungsarbeiten in Mehrfamilienhäusern beschäftigt waren; die ihnen gezahlten Löhne unterschritten die gesetzlichen Mindestlöhne bei weitem.

Die ersten Prüfungen des Zolls haben ergeben, dass durch einen in Berlin ansässigen Nachunternehmer Bauunternehmer in Polen angeworben worden waren, die ihre Arbeitnehmer für Sanierungsarbeiten nach Deutschland gesandt hatten.

„Im Verlauf der Kontrolle stellte sich heraus, dass die angetroffenen polnischen Bauarbeiter von ihren Arbeitgebern in Polen einen Stundenlohn von lediglich drei bis sechs Euro erhalten und zwischen den Baubetrieben ausgetauscht wurden“, erläutert Andreas Tharun, Pressesprecher des Hauptzollamtes Bielefeld.

Wegen des Verdachts der Unterschreitung des Mindestlohnes für das Baugewerbe nach dem Arbeitnehmer-Entsendegesetz (AEntG), der illegalen Arbeitnehmerüberlassung und weiterer Delikte wurden gegen die verantwortlichen Bauunternehmer vor Ort Ermittlungsverfahren eingeleitet und zahlreiche Zeugen vernommen.

Die Ermittlungen dauern noch an.

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