„YoungStage“ begeistert mit Degenduellen und Wortgefechten

Sechzig Akteure stehen auf der Bühne, begleitet von 20 Musikern. - Fotos: Michel

WERL - „Ups, da habe ich wohl ein Staatsgeheimnis ausgeplaudert.“ So schnell kann das gehen in Paris des 17. Jahrhunderts. Dabei sollten der Kardinal und Rochefort nicht von dem geheimen Treffen der Königin Anna mit Buckingham erfahren und somit einen Krieg anzetteln. Der junge d’Artagnan, der loszog, um ein Musketier zu werden, findet sich schon bald in einer heiklen Situation wieder.

Ein solche, mitreißende Geschichten über Freundschaft, Liebe und Drama braucht einen ausdruckstarken Helden. Das „YoungStage Musiktheater“ präsentierte am Freitag bei der Premiere des Musicals „Die drei Musketiere“ gleich vier. Denn neben d´Artagnan, gespielt von Niklas Steuber, halfen auch die drei Musketiere Athos, Aramis und Pothos, gespielt von Jakob Hemming, Christopher Hennecke und Moritz Preker, den Frieden zu wahren. Die vier Helden bewiesen auf der Bühne in der Aula des Ursulinengymnasiums sowohl Geschick mit dem Degen als auch mit der Stimme. Nach einem Jahr intensiver Proben hieß es für die 60 Schauspieler und 20 Musiker bei der Premiere am Freitagabend: „Vorhang auf!“

Die klassische Geschichte wurde von den 60 Schauspielern individuell umgesetzt und das Drehbuch wurde zum Leben erweckt, um den Dialogen Charakter zu verleihen. „Das Stück hat alles: Spannung, Liebe und Witz“, meint Claudia Hennecke, 2. Vorsitzende des Musiktheaters. Mit Witz und Charme konnten die Schauspieler nicht nur zahlreiche Wortgefechte sondern auch die Begeisterung der Zuschauer gewinnen.

„Wir haben viele neue Talente dieses Jahr mit dabei“, freut sich Claudia Hennecke. Die Schauspieler sind gerade einmal zwischen zehn und zwanzig Jahren alt und meistern selbst die hohen Töne und schwierigen Gesangseinlagen. Auch vor Solo-Stücken scheuten sie nicht zurück. Bei einer solch authentischen Darstellung fieberten die Zuschauer gespannt mit, als die vier Helden sich in ein Abenteuer stürzten, das über das Schicksal Frankreichs entscheiden wird. Die spannenden Fecht-Choreographien wechselten sich mit witzigen Wortgefechten ab.

So reagierte das Publikum auf d’Artagnans Versuche, einen Reim auf den Namen seiner Geliebten, Constance, gespielt von Leonie Landwehr, zu finden, mit lautstarkem Gelächter. Das Herz der Zuschauer eroberten die Schauspieler statt mit dem Degen mit ihrer authentischen Darstellung.

„Wir haben außergewöhnliche Choreographien und eine mitreißende Musik zusammengestellt“, sagte Claudia Hennecke. Auch die aufwändigen Kostüme und die Bühnenkulisse konnten sich sehen lassen. So bewiesen die Schauspieler nicht nur während des Stücks, sondern auch schon in den Vorbereitungen Teamgeist. Während der Aufführung kümmerte sich ein Team aus 30 Helfern um die Technik. Wer sich dieses Spektakel nicht entgehen lassen will, hat am kommenden Freitag, Samstag und Sonntag erneut die Gelegenheit, die jungen Talente in Aktion zu erleben. Dann heißt es wieder: „Alle für einen und einer für alle“. - mi

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