Es warten einige Herausforderungen

Wohnstätte für Menschen mit Behinderungen bekommt neue Leiterin

+
Im Schatten der Ostuffler Kapelle bahnt sich ein Wechsel an: Stiftungs-Geschäftsführer Florens von Bockum-Dolffs (links) freut sich, mit Gabriele Kruppa eine Nachfolgerin für Wolfgang Karnath gefunden zu haben.

Werl – Mit dem Wechsel von Michael Neuhaus zu Ruth Tomerius hatte die von Mellin’sche Stiftung Ende vergangenen Jahres die Leitung der Kinder- und Jugendhilfe Westuffeln in neue Hände gegeben. Nun steht auch das zweite Tätigkeitsfeld der Stiftung, die Wohnstätte St. Josef für Menschen mit Behinderungen in Ostuffeln, vor einem Führungswechsel.

Neue Einrichtungsleiterin und Geschäftsführerin wird zum 1. März 2021 Gabriele Kruppa. Die 51-Jährige folgt auf Wolfgang Karnath (62), der nach 16 Jahren in dieser Funktion in den Ruhestand wechselt. 

Kruppa arbeitet bereits seit 23 Jahren für die Stiftung. Seit 15 Jahren leitet sie den Soester Standort der Kinder- und Jugendhilfe Westuffeln mit zwei Tagesgruppen und dem Bereich ambulante Erziehungshilfen. Die gebürtige Werlerin lebt inzwischen in Soest, ist verheiratet und Mutter eines 15-jährigen Sohnes. 

Parallele zum Vorgänger

Vor ihrem Wechsel zur Jugendhilfe arbeitete die Diplom-Sozialarbeiterin beim Kreisjugendamt. In dieser Funktion habe sie erstmals Kontakt zu Karnath gehabt, der vor seiner Zeit in Ostuffeln ebenfalls lange in Westuffeln tätig war. Das Leitbild der Stiftung, „der Mensch steht im Mittelpunkt“, habe sie sofort fasziniert, sagt Kruppa. 

Nach mehr als 30 Jahren in der Jugendhilfe sei für sie nun Zeit für eine „neue Herausforderung“. Auf diese habe sie sich unter anderem mit Weiterbildungen vorbereitet. Dass nun bei ihrem Arbeitgeber eine solche Position frei wird, sei „wie sechs Richtige im Lotto“. Das Tolle an der Arbeit bei der Stiftung sei die Möglichkeit, eigene Ideen einbringen und umsetzen zu können. 

Stiftungs-Geschäftsführer Florens von Bockum-Dolffs sagte, Kruppa habe sich dem selben umfangreichen Auswahlverfahren stellen müssen wie externe Bewerber und habe alle Stiftungsgremien überzeugt: „Wir sind uns sicher, dass sie die Aufgabe gut erfüllen wird.“ 

Auf Kruppa warten Herausforderungen wie die Umsetzung der neuen Vorgaben des Bundesteilhabegesetzes, das die Finanzierungsstrukturen in der Behindertenhilfe umkrempelt und der Start der Tagesstätte, der Tagesgruppe und des Ambulant Betreuten Wohnens auf „Winkelmanns Hof“. 

Große Fußstapfen

Aus Sicht von Kruppa seien aber die „großen Fußstapfen“ ihres Vorgängers die größte Herausforderung. Um den Übergang möglichst reibungslos zu gestalten, werden beide noch eine Zeit gemeinsam vor Ort sein. 

Karnath sagt, er komme auch nach so vielen Jahren noch jeden Tag gerne zur Arbeit: „Menschen mit Behinderungen sind etwas ganz Besonderes. Sie geben einem ganz viel zurück.“ Unter seiner Ägide ist die Wohnstätte St. Josef deutlich gewachsen, hat neue Betreuungsangebote entwickelt und ist im Stadtleben noch präsenter geworden. 

Die Wohnstätte betreut inzwischen mit 70 Mitarbeitern in ihren Wohngruppen und zunehmend auch ambulant gut 150 Menschen mit verschiedenen geistigen und psychischen Behinderungen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf soester-anzeiger.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare