Wer kann helfen?

Wohin mit Fischen und Pflanzen? Werler Rentnerin sorgt sich um ihren geliebten Garten

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Maria Falkenau-Langenhorst auf ihrem Balkon. Von dort schaut sie auf den Garten hinter dem Mietshaus, den sie vor 35 Jahren angelegt hat.

Maria Falkenau-Langenhorst erfreut sich an der kleinen Idylle vor ihrem Wohnzimmerfenster: Dort stehen Rosen, Kamelien, Oleander, Hortensien und manches mehr. Auch Beeren reifen dort. Bleibt das so? Die Rentnerin ist beunruhigt.

Werl - Sie wohnt in einem Mehrfamilienhaus an der Meisenstraße im Werler Norden. Dort laufen umfangreiche Sanierungen, die auch den Außenbereich einbeziehen. Vorige Woche, so berichtet die Rentnerin, habe sie völlig überraschend erfahren, dass Blumen und Büsche weichen müssen.

„Neben dem Haus steht bereits der Bagger. Wo soll ich nun hin mit meinen Pflanzen?“, fragt die Seniorin. Sie macht sich auch um die Fische im Teich Sorgen. Die müssten woanders untergebracht werden – aber wo? Seit ewigen Zeiten habe sie die grüne Ecke, die ihr sehr am Herzen liege, mit viel Liebe gehegt und gepflegt. Bettina Benner von der Pressestelle des Wohnungsunternehmens Vonovia in Bochum bestätigt, dass Platz für die Gerüststellung benötigt wird und daher möglicherweise einige Pflanzen im Weg standen. Sie hebt hervor: „Die Mieter haben sich den Garten selber angelegt. Das wird von uns geduldet.“

Sie sagt auch: „Wir werden nun eine Vereinbarung über die Nutzung mit den Mietern im Nachgang schließen, damit der Rückbau beim Auszug geregelt wird.“ „Vor 35 Jahren bin ich hier eingezogen“, berichtet Maria Falkenau-Langenhorst. Damals habe sie gleich damit begonnen, die zunächst noch öde Fläche hinterm Haus zu bearbeiten. „Da lag dort nur Lehm, mehr nicht“, schildert die 76-Jährige. Das änderte sich, als sich die neue Bewohnerin das kahle Stückchen Erde vornahm, ihrem Hobby frönte und den Winkel vor dem Balkon samt Blütenschmuck so gestaltete, wie es ihr gefiel.

Maria Falkenau-Langenhorst verschönerte das Umfeld, und die gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft GAGFAH habe früher auch nichts dagegen gehabt, erläutert sie. Die Seniorin hat viel Arbeit in ihr Werk gesteckt und hofft nun, dass Leser unserer Zeitung ihr helfen. Gern möchte sie ihre Fische in gute Hände geben. Schön wäre es, meint sie, wenn sich Interessenten melden, die die Pflanzen übernehmen möchten, damit diese weiter wachsen und gedeihen. Befürchtungen, dass sie ihren Garten nach der Modernisierung und Wiederherstellung des Wohnumfeldes los ist, müsse die Werlerin aber nicht hegen, verspricht Bettina Benner. Die Fläche bleibe weitgehend unangetastet und werde bis zum Auszug mietfrei überlassen.

Kontakt Wer mit Maria Falkenau-Langenhorst Kontakt aufnehmen und Pflanzen oder Fische übernehmen möchte, melde sich in der Redaktion unter der Telefonnummer 02922/971218.

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