Auf dem Gelände des ehemaligen Teileherstellers

Werler Union-Wohngebiet ist bald fertig

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Der Wohnungsbau auf dem alten Union-Gelände ist fast abgeschlossen. 

In wenigen Tagen wird die Firma Stratief GmbH aus Lippstadt mit dem Endausbau der Straßen im Wohnbaugebiet Union beginnen. Auch die Grünflächen und der Spielplatz werden im Zuge der Maßnahme erneuert.

Werl – Vorab wurde bereits im Auftrag der Stadtwerke Werl GmbH ein Breitbandinternetausbau mit schnellen Glasfaserleitungen durchgeführt. Das berichtet die Gesellschaft für Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung mbH (GWS) in ihrem Newsletter.

Nach Angaben des Geschäftsführers Adrian Gruschka sind endlich alle Grundstücke bis auf eines verkauft und die meisten bereits bebaut oder bewohnt. Der ursprünglich vorgesehene Ausbauplan für das Baugebiet wurde geringfügig – zum Beispiel hinsichtlich der Parkflächen und Baumscheiben im öffentlichen Raum sowie Straßenleuchten – angepasst. Dabei wurde berücksichtigt, wie die Grundstücke und Zufahrten nun tatsächlich bebaut worden sind. 

Vermarktung startete 2008

Die Entwicklung des Grundstücks der ehemaligen Union Werl hat lange gedauert und die Vermarktung verlief schleppend. Im Jahr 2000 erwarb die GWS das Gelände des ehemaligen Fahrrad- und Autoteileherstellers Union mit dem Ziel, die in exponierter Lage befindliche Industriebrache einer städtebaulich sinnvollen Nachnutzung zuzuführen. Im Mai 2006 begannen dann die erforderlichen Arbeiten zur Altlastensanierung. 

Vermarktet wurde es ab 2008, aber damals hielten sich die Käufer sehr zurück. „Der Immobilienmarkt war ein ganz anderer als jetzt“, sagt Gruschka, aber das war es nicht allein. Auf dem ehemaligen Union-Gelände war der Boden nach Galvanierungsarbeiten und Metallverarbeitung belastet und musste ausgetauscht werden. „5000 Lkw-Ladungen“ seien weggefahren worden, erinnert sich der heutige Geschäftsführer. Obwohl das Gelände saniert war, blieben viele Interessenten skeptisch. „

Letztes Grundstück soll bald verkauft werden

Erst in den vergangenen Jahren stieg die Nachfrage“, weiß Gruschka und 71 von 72 Grundstücken wurden verkauft. „Manche Bauherren haben gleich zwei Grundstücke gekauft, etwa weil sie einen größeren Garten hinter ihrem Einfamilienhaus haben wollten. Für das verbliebene gibt es Interessenten. Es wird auch bald verkauft sein“, berichtet Gruschka. Wie viele Häuser auf dem Gelände bereits entstanden sind, weiß der GWS-Geschäftsführer nicht genau. Eins weiß er aber ohne Blick in die Bücher: „Die Stadt hat mit dem ehemaligen Fabrikgelände keinen großen Gewinn gemacht.“ Allzu hoch waren die Sanierungskosten. 

Trotzdem kann die Gemeinde zufrieden sein, findet er: „Ein großer Schandfleck ist weg.“ Und: „Der im Rahmen einer Entwicklung des Areals zu einem Wohnbaugebiet ursprünglich kalkulierte Verlust kann aller Voraussicht nach halbiert werden.“ Der letzte Stand der Ausbauplanung kann übrigens auf www.gws-werl.de eingesehen werden.

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