Geldstrafe 

Beleidigung auf Türkisch: Werler Schüler beschimpft Polizisten

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Werl - Sagte der junge Mann, der im kommenden Jahr sein Abitur ablegen möchte, zu drei Polizisten „Verdammt“ – wie er vor dem Jugendgericht in Werl jetzt zu Protokoll gab – oder doch etwas weitaus Schlimmeres?

Nach der Vernehmung eines Polizeibeamten und einem intensiven Erforschen der einschlägigen Übersetzungsmöglichkeiten der auf Türkisch geäußerten Buchstabenkombination, blieb weder für den Vertreter der Staatsanwaltschaft noch für die Richterin hinreichend Spielraum, um an den Worten des Polizisten zu zweifeln, der so bezeichnet worden war. 

„Der junge Mann hat mir bei diesen Worten direkt in die Augen geschaut“, sagte er. Der Polizeibeamte erklärte zudem, lange Zeit in einem türkischsprachigen Umfeld in Bochum gearbeitet zu haben und daher mit der Sprache vertraut zu sein. „Es handelt sich nach allen Eintragungen in den einschlägigen Übersetzungsportalen definitiv um einen Wortlaut, den man nicht zu einem anderen Menschen sagen sollte“, so die Richterin in Richtung des Schülers. 

"Ich war an dem Abend ziemlich betrunken"

Der sah das anders. „Das sagt man, wenn man gegen einen Tisch stößt“, ließ er sich nicht von seiner Ansicht abbringen, nicht beleidigt zu haben. „Ich war an dem Abend ziemlich betrunken und habe an den Aspekt auch keine Erinnerung mehr“, räumte er ein. Angesichts von zwei Voreintragungen und dem Umstand, dass ein Termin beim Jugendamt nicht wahrgenommen worden war – blieb nicht viel Raum. 

Dem Antrag des Vertreters der Staatsanwaltschaft entsprechend, wurde der junge Mann zu einer Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu je 10 Euro verurteilt.

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