Trotz des Lockdowns

Händler aus Werl setzen im Lockdown auf Click and Collect

Mitarbeiterin Hilla Manthey (links) und Inhaberin Birgit Siemens vom Taschenfreund sind trotz Schließung weiterhin für die Kunden da.
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Mitarbeiterin Hilla Manthey (links) und Inhaberin Birgit Siemens vom Taschenfreund sind trotz Schließung weiterhin für die Kunden da.

Trotz der Zwangsschließung sind die meisten Werler Geschäftsleute weiterhin für ihre Kunden da. Sie teilen fast alle mit, dass es auch andere Möglichkeiten gibt, die Kundschaft zu versorgen.

Werl – „Click and Collect“ heißt die neue Strategie. Die Geschäftsleute können dieses Schlupfloch nutzen, um ihre Waren doch noch zu verkaufen, und zu verhindern, dass die Kunden bei Internetriesen online bestellen. Die NRW-Landesregierung hat am Dienstag die „Click and Collect“-Lieferung genehmigt.

Das heißt, dass eine Online- oder Telefonbestellung in einem stationären Einzelhandelsgeschäft abgeholt werden darf. Die Kunden dürfen nur nicht den Laden betreten und es muss vorher eine feste Uhrzeit abgemacht werden, wann die Ware abgeholt wird.

Möbel Turflorn

Möbel Turflon trifft die Zwangsschließung bis mindestens zum 10. Januar an einer ganz empfindlichen Stelle, drückt es Stephan Rahmann sehr milde aus. Wie er weiter mitteilt, ist die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr für die Möbelbranche am umsatzstärksten. Sehr starke Kundenfrequenz gibt es auch zu Beginn des neuen Jahres. So trifft es die Möbelbranche doppelt hart, fährt er fort.

„Die Kunden haben aber weiterhin die Möglichkeit, ihre gewünschten Waren zu bekommen“, teilt Stephan Rahmann mit. Über den Online-Shop können die Kaufinteressierten alles bestellen. Diese Waren können nach Rücksprache abgeholt oder geliefert werden. „Auch Gutscheine sind bestellbar und werden zugeschickt“, versichert Stephan Rahmann.

Guido Münstermann stellt klar, dass alle bestellten Waren weiterhin ausgeliefert werden. „Lieferungen sind nicht vom Lockdown betroffen. Da gab es eine totale Verunsicherung bei unseren Kunden. Wir hatte ein vierfaches Aufkommen an Anrufen von Kunden, die wissen wollten, ob wir die Terminlieferungen auch einhalten“, so der Geschäftsführer. Beiden tut es leid, dass sie rund 100 Mitarbeiter in die Kurzarbeit schicken mussten.

Danielsmeier

Beim Kaufhaus Danielsmeier sind 35 Mitarbeiter von der Kurzarbeit betroffen. Nur Hausleiter Wolfgang Kirchhoff geht seiner Tätigkeit weiterhin nach. In Datteln musste Danielsmeier für 58 Mitarbeiter Kurzarbeit anmelden. Dort wird nur noch in der Verwaltung gearbeitet. Wie Markus Danielsmeier mitteilt, wird gerade eine Online-Präsenz aufgebaut. Deswegen bietet das Kaufhaus noch keine Bestellungen oder Lieferungen während des Lockdowns an.

Taschenfreund

Am Kaufverhalten hat Birgit Siemens vom Taschenfreund in den vergangen zwei Wochen gemerkt, dass so einige Kunden mit der Schließung der Geschäfte gerechnet hatten. „Die Kunden haben schon vorausschauend gekauft“, sagt sie. Siemens wird weiterhin ihre Ware anbieten. Interessierte können per Telefon oder in den sozialen Netzwerken den Taschenfreund erreichen. Wenn keine Möglichkeit zur Abholung besteht, werden die Waren auch geliefert, versichert sie.

Juwelier Drees

Der Online-Shop bei Juwelier Drees laufe sehr gut, berichtet Mitinhaberin Andrea Drees. Das Team ist während der normalen Öffnungszeiten weiterhin für die Kunden da. Die Werkstatt des Juweliergeschäfts läuft im Normalbetrieb weiter. Deswegen können Kunden ihre Waren persönlich am Geschäft abholen.

Kinderburg

Die Kinderburg ist von der erneuten Schließung nicht betroffen. Wie Inhaberin Judith Schäfer berichtet, habe sie am Dienstag offiziell erfahren, dass sie weiterhin öffnen darf. Beim ersten Lockdown im Frühjahr war sie noch von der Zwangsschließung betroffen. „Da wir Babysitze im Angebot haben, zählen wir zu den Geschäften, die den täglichen Bedarf decken“, erklärt sie.

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