Einkaufen ohne Test

Werler erleben einen Hauch Normalität

Einkaufen mit Termin
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Verkäuferin Monika Juschka vom Kaufhaus Danielsmeier berät Gerhard und Daniela Ahrens mit Sohn Elias.

Shoppen ohne Test lockt viele in die Geschäfte - und bei herrlichem Sonnenschein auch ins Freie.

Werl – Von den niedrigen Inzidenzzahlen im Kreis Soest profitiert auch die Stadt Werl. Seit Samstag sind Lockerungen in Kraft. So konnten die Bürger seit langer Zeit mal wieder einkaufen, ohne einen negativen Corona-Test vorlegen zu müssen.

Diese Erleichterung spürten am Samstag die Werler Geschäftsleute: Ihre Kunden konnten endlich mal wieder ungezwungen shoppen. Besonders die lange geschlossenen Bekleidungs- und Schuhgeschäfte zogen die Kunden an. Auch das Kaufhaus Danielsmeier erlebte einen großen Ansturm. Wie eine Verkäuferin berichtet, war bei den Kunden besonders die Sommerkollektion gefragt. Sie meinten, dass die Kunden sehr dankbar waren. „Die Leute waren alle durchweg gut gelaunt“, sagt die Verkäuferin. Die 50 Körbe, die für die Kunden bereit standen, waren fast durchgehend vergriffen. Die Kunden mussten danach nur noch ihre Daten hinterlassen.

Eher zufällig gingen Gerhard und Daniele Ahrens aus Welver mit Sohn Elias in die Stadt. „Ich wollte eigentlich nur meine Uhr zur Reparatur bringen, aber dann haben wir uns kurzfristig entschieden, doch mal nach Anziehsachen für unseren Sohn zu schauen“, so der Welveraner.

Dass die Kunden wieder ohne Corona-Test in die Geschäfte gehen können, findet das Ehepaar sehr erleichternd. „Es tut einfach mal wieder richtig gut“, sagt Mutter Daniela. „Bis auf Radfahren und Spazierengehen konnten wir doch nicht viel machen – und jetzt können wir mal wieder shoppen“, fügt sie hinzu.

Herrlicher Sonntag: Nadja und Elmar Deller machen mit Sohn Jarne eine Radtour.

Die Werlerin Julia Peters findet, dass man sich an diese Situation wieder gewöhnen muss. Sie empfand den Samstag als ungewöhnlich voll. „Ich habe für meine Kinder Schulsachen und Wasserpistolen gekauft“, freut sie sich. Anna Wiebe traute der neuen Situation noch nicht so ganz. Bevor sie shoppen ging, hatte sie noch einen Corona-Test gemacht. „Ich war mir unsicher und habe mich deswegen testen lassen“, teilt sie mit. Sie findet auch, dass in der Fußgängerzone schon deutlich mehr Leute unterwegs waren, als es am Samstag zuvor der Fall gewesen war. Dies konnte auch Verena Schwarzpaul von C&A bestätigten. Sie stand am Eingang und überprüfte die Buchungen der Kunden. Sie sagt, dass etliche Kunden die Termine im Vorfeld gebucht hatten. „Die ohne Termin gekommen waren, mussten sich über das Smartphone einen Termin sichern“, erklärt sie das Vorgehen.

Bei Juwelier Drees hielt sich der Ansturm der Kunden in Grenzen. „Wir waren froh, dass wir keine Theke mehr vor die Tür stellen mussten“, sagt Andrea Drees. Sie berichtet, dass bereits am Freitag viele Kunden angefragt hatten.

Mehr als zufrieden war Iris Franger-Knevels vom Dekoshop Casa. „Heute war es sehr gut“, meinte sie am Ende des Samstags. „Am Freitag haben schon viele unserer Kunden ihre Termine gebucht. Das war heute Licht am Ende des Tunnels: Viele zeigten sich erleichtert, dass kein Test mehr nötig ist.“

Durchtamen

Überglücklich war Hildegard Sprengel aus Wickede. Sie konnte den Samstag nutzen, um mit ihren Enkelkindern Mina (8) und Jannik (10) in den Geschäften bummeln zu gehen. Aber eigentlich wäre es aus ihrer Sicht besser gewesen, die Lockerungen noch nicht sofort umzusetzen. „Ich freue mich zwar mit meinen Enkelkindern, aber insgesamt könnten die Zahlen dadurch wieder hochschießen“, sagt die Wickederin. Ihr Enkelkind Mina hat bald Geburtstag, und sie war jetzt schon mal auf Suche nach Geschenken. Jannik wollte einfach nur einen schönen Tag mit seiner Oma und seiner Cousine verbringen.

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