Fusion der Sparkassen Werl und Soest "auf sehr gutem Weg"

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Die Sparkassen Werl und Soest verhandeln zurzeit über eine Fusion.

Werl/Soest - Die Fusionsgespräche der Sparkasse Werl, Wickede und Ense mit der Sparkasse Soest seien „auf sehr gutem Weg“, sagte Michael Grossmann auf Anzeiger-Anfrage. „Und ich sehe keinen Grund, warum wir das nicht erfolgreich zu Ende bringen sollten.“

Seit einigen Monaten laufen die Gespräche nun in den beiden Verhandlungskommissionen. Der Werler Verwaltungschef, der auch Verwaltungsratsvorsitzender der Sparkasse Werl ist, zeigt sich optimistisch. „Wir sehen keine unüberbrückbaren Hürden, die zu Bedenken Anlass geben.“ Im Gegenteil: Man sei sich im Ziel einig. Das Ziel, das ist der Weg zu einer gemeinsamen Bank. Dabei gehe es bei den bisherigen, vertraulichen Treffen eben auch nicht darum, wer „Kassenbester“ ist. Eher finden die Gespräche „auf Augenhöhe statt“, sagt Bürgermeister Grossmann. 

Gute Atmosphäre, solide Arbeit, Vertrauen, gutes Einvernehmen – das seien die Grundlagen für eine „gemeinsame Lösung“. Nach und nach würden die Punkte abgearbeitet, mal in den Einzelkommissionen, mal gemeinsam. Es klingt nicht so, als ob es noch eines langen Zeitraums bedürfe, bis die beiden Sparkassen ihren Willen zur Zusammenkunft offen dokumentieren.

Zusammenschluss bis Anfang 2018

Eine Zeitschiene, bis wann man Einigkeit erzielt haben will, nennt Grossmann aber nicht. Die Zeit drängt allerdings auch nicht. Zu Anfang 2018 soll die Fusion vollzogen werden, hatte es im Juli geheißen. Auch nach der Einigung der beiden Banken müssen aber die Verwaltungsgremien, der Zweckverband und in Werl auch der Rat der Stadt zustimmen.

Nach wie vor gilt: Vor dem Hintergrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und verschärfter Regeln für die Banken sehen beide Institute einen „großen Nutzen“ in einer Fusion. Ende April war von Werler Seite erstmals offiziell bestätigt worden, dass eine Fusion mit einer Nachbarsparkasse „geprüft“ werde. Dass man trotz drängender Probleme (noch) nicht aus der Not heraus auf Partnersuche gehen müsse, hatte die Werler Sparkasse stets betont. Soest als Partner biete sich an: Werl habe Stärken im Kundengeschäft und innovative Ideen wie die „S1“, Soest hingegen verfüge über eine bessere Eigenkapitalquote.

Im Juni einigte man sich nach längerem Ringen und Uneinigkeit zwischen Verwaltungsrat und Zweckverbandsversammlung darauf, den Vertrag des Werler Vorstandsvorsitzenden Joachim Gerenkamp mit Blick auf die angestrebte Fusion nicht wie von ihm gewünscht um volle fünf Jahre, sondern nur bis April 2018 zu verlängern. Das ermöglichte das Einbinden des Bankers in die Fusionsverhandlungen. 

Drei statt fünf Vorstandsposten

Erwartet wird, dass für das Werler Haus Klaus Eickenbusch einen Vorstandposten in der künftigen fusionierten Sparkasse einnehmen wird, deren Name auch noch gefunden werden müsste. Da aus Soest Herbert Köhler vor dem Ruhestand steht, würden aus heute fünf Vorstandsposten in beiden Häusern drei.

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