Ärzte helfen Jungen aus Afrika

11-Jähriger kehrt nach Behandlung in Werl wieder nach Angola zurück

Der elfjährige Moises José da Silva ist glücklich, und sie freuen sich mit ihm: Ludwig Schwering (links), Schwester Beata, David Stepien und Vanni Förster.
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Der elfjährige Moises José da Silva ist glücklich, und sie freuen sich mit ihm: Ludwig Schwering (links), Schwester Beata, David Stepien und Vanni Förster.

Er musste Geduld aufbringen, doch alles wurde gut: Moises José da Silva kehr nach Operation und anschließender weiterer Behandlung glücklich wieder zurück nach Angola.

Werl - Werl – Der elfjährige Moises José da Silva freut sich, denn Werler Ärzte haben ihm geholfen. Sie operierten ihn, brachten einen Fixateur an, korrigierten die Fehlstellung, begradigten und stabilisierten sein Bein allmählich von außen, so dass er es nutzen und laufen kann. Der Junge hatte daheim in Angola beim Fußballspielen durch einen Sturz eine offene Verletzung erlitten. Weil Krankheitserreger eindrangen, infizierte sich die Wunde. „Er konnte sein Knie weder beugen noch strecken“, beschreibt Dr. Ludwig Schwering, Chefarzt der Abteilung Spezielle Orthopädie, das Krankheitsbild als sich Moises im vorigen Herbst vorstellte.

Stylisch

Nun strahlt der Elfjährige, er ist munter und guter Dinge. Am gestrigen Montag traf er sich im Werler Krankenhaus mit dem Orthopädie-Techniker David Stepien, der eine stylische Schiene in Pop-Farben mitgebracht hatte. Eine echte Gemeinschaftsleistung: Denn das Team mit den Ärzten Ludwig Schwering und Vanni Förster setzte alles daran, dass es Moises besser geht und er zuhause in Luanda gute Chancen hat, seinen Weg zu gehen. Ein Anliegen, das das Sanitätshaus Riepe, bei dem David Stepien tätig ist, unterstützte, indem es die Schiene spendete.

Im Mittelpunkt

„Moises ist ein fröhlicher, aufgeweckter Junge“, berichtet Jens Große-Weischede vom Friedensdorf in Oberhausen, der den kleinen Patienten aus dem Land im Südwesten Afrikas nach Werl begleitete. „Moises“, so sagt er, „steht, wo er auch auftaucht, im Mittelpunkt.“ Sprachbarrieren kenne er nicht, schnell habe er sich eingewöhnt und gelernt, sich zu verständigen. Die Organisation setzt sich für Kinder in Kriegs- und Krisengebieten ein. Die Partner vor Ort wurden auf Moises aufmerksam, die Helfer holten ihn nach Deutschland, damit er medizinisch gut versorgt wird. Das war vor etwa anderthalb Jahren, wobei es zunächst galt, ein passendes Krankenhaus mit Spezialisten zu finden, die sich des Jungen annehmen wollten.

Positive Antwort

„In Werl haben wir sofort eine positive Antwort bekommen,“ erzählt Jens Große-Weischede. Er wusste Moises hier in guten Händen. Dem stationären Aufenthalt folgten weitere Termine – mit erfolgreichem Ausgang. Der Junge fühlt sich, wie es aussieht, im Mariannen-Hospital sichtlich wohl und schaut mit großen Augen vergnügt durch seine schicke neongrüne Brille. Bald geht es wieder zurück zur Familie, in Kürze startet der Flieger. Moises lebt in der Hauptstadt Angolas, wo er nun wieder die Schule besuchen wird. Die Schiene, die er trägt, signalisiert seinen Freunden: „Bitte Rücksicht nehmen.“

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