Aufwand zu hoch

Katzen-Steuer kein Thema in Werl

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Werl - Stimmen-Imitator Elmar Brandt landete 2002 mit seinem „Steuersong“ in der „Gerdshow“, in der er den früheren Bundeskanzler Gerhard Schröder imitierte, einen großen Hit. Im Lied hieß es „Hundesteuer, Tabaksteuer, KFZ- und Ökosteuer, habt ihr echt geglaubt, mehr kommt nicht?“ – Jedenfalls die Bürger der Stadt Werl müssen sich in nächster Zeit nicht auf eine neue Steuer einstellen, denn die vom Deutschen Jagdverband geforderte Katzen-Steuer steht in Werl nicht zur Debatte.

Das versicherte Olaf Stümpel, Abteilungsleiter Finanzen, im Anzeiger-Gespräch. Zwar sei jede Kommune an weiteren Einnahmequellen interessiert, macht Stümpel deutlich, dennoch sei die Katzen-Steuer „noch nie ein Thema gewesen“ und werde sich auch in Zukunft nicht auf der Agenda finden lassen. Grund sei zum einen der hohe bürokratische Aufwand, der die Registrierung nach sich ziehen würde. 

„Es gibt viele freilaufende oder wilde Katzen in der Stadt, das würde die Aufgabe nicht leichter machen“, sagt Olaf Stümpel. Auch Klaus Rosenkranz, Leiter des Ordnungsamtes, könne sich eine Einführung der Katzen-Steuer in Werl nicht vorstellen. Der Deutsche Jagdverband sprach sich für die Einführung der Katzen-Steuer aus, damit Katzenbesitzer mehr Verantwortung übernehmen. Anlass seien zweieinhalb Millionen unterernährte und besitzerlose Katzen, die in deutschen Parks und Straßen leben.

14 gefährliche Kampfhunde in Werl 

Dagegen registriert und steuerpflichtig sind Hunde: 2.057 Vierbeiner werden derzeit in Werl gehalten, darunter 14 Kampfhunde, die als gefährlich eingestuft sind. Der Kommune brachte die Hundesteuer im vergangenen Jahr rund 174.000 Euro ein. 

Der Hundebestand sei generell „gleichbleibend und stabil“, sagt Stümpel. In diesem Jahr findet eine Hundebestandsaufnahme statt. Gelegentlich würden dabei auch Hunde entdeckt, die noch nicht angemeldet sind und somit illegal gehalten werden.

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