Flächenankauf

Werler Unternehmen wächst weiter

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Auf dem neuen Mimberg-Areal am Lohdiecksweg stehen bereits erste Lkw.

Nachrichten transportiert die Firma nicht so gern wie Baustoffe. Nichts sagen will die „Mimberg Spedition Baustoffe GmbH & Co. KG“ daher zu neuerlichen Expansionsplänen auf dem KonWerl-Areal im Werler Norden. Dort soll dem Vernehmen nach eine neue Wartungshalle samt Autolackiererei gebaut werden.

Werl - Dass Mimberg weitere 4 000 Quadratmeter von der städtischen Gesellschaft für Wirtschaftsförderung und Stadtdentwicklung (GWS) gekauft hat, bestätigt deren Geschäftsführer Ulrich Canisius.

Erst Ende 2018 hatte Mimberg eine 5 000 Quadratmeter große Fläche auf der anderen Seite des Lohdieckswegs erworben und bereits mit einer Halle bebaut. Eine neue Dekra-Prüfstelle für Lkw sowie ein auswärtiger Lkw-Reifenhändler mitsamt Werkstatt sollte hier Platz finden. Nun kommen offenbar weitere Bauten auf dem unmittelbaren Nachbar-Grundstück hinzu – wohl nicht nur für den Eigenbedarf des großen Fuhrparks. Es soll auch noch Platz für einen weiteren Betrieb sein.

Familienunternehmen mit Hauptsitz in Werl

Das Familienunternehmen mit dem Schwerpunkt „Baustoffhandel- und Transport“ lehnte mehrere Anfragen unserer Redaktion nach einer Stellungnahme ab. Auch auf der Homepage des Unternehmens gibt es nur spärliche Informationen zu Mimberg. Die Firma verweist auf einen „modernen Fuhrpark“ und Erfahrungen „aus mehreren Jahrzehnten im Dienstleistungssektor“. Insgesamt gibt es elf Standorte, neben Werl als Hauptsitz in Dortmund, Neuss, Sprendlingen, Berlin, Falkenhagen, Wismar, Neubrandenburg, Leipzig, Magdeburg und Rostock.

Für Logistiker gehöre der Standort Werl zu den besten in ganz NRW, hieß es damals. Nicht zuletzt die gute Verkehrsanbindung der Wallfahrtstadt, ihre zentrale Lage und die Nähe zu den Autobahnen macht den Standort attraktiv. Allerdings wird die massive Ansiedlung von Logistikunternehmen in Werl auch kritisch gesehen, weil sie vergleichsweise viel Fläche benötigen und wenige Arbeitsplätze mit sich bringen. Weniger zumindest, als produzierende mittelständische Unternehmen.

Die Expansion 

2005 hatte die Spedition Mimberg den Stammsitz Sundern auf der Suche nach einem größeren Grundstück verlassen und war nach Werl umgesiedelt. Damals fuhren bundesweit rund 450 Mimberg-Lkw. Unternehmer Manfred Mimberg hatte zunächst 21 000 Quadratmeter an der Hafervöhde erworben, aber schon Pläne zur Ausweitung. 130 Mitarbeiter brachte Mimberg damals mit.

2007 verdoppelte Mimberg die Fläche, kaufte der Stadt nochmals 17 000 Quadratmeter ab und breitete sich Richtung Langenwiedenweg aus. Man brauche Platz für Lkw-Stellflächen und für den Bau eines Verwaltungstraktes.

Ebenfalls 2007 gab es ein weiteres Wachstum durch den Erwerb von 20 000 Quadratmetern im Norden, an dem die Logistikgruppe Sauerland (LGS) und mit ihr Mimberg als einer von drei Gesellschaftern beteiligt war.

Die LGS war es auch, die 2008 auf 10 000 Quadratmetern ein neues Logistikcenter errichtete.

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