Klima-Demo in Dortmund

Werler Schüler demonstrieren in Dortmund 

+
Klima-Demo auf dem Friedenplatz in Dortmund: Mehr als ein Dutzend Schüler der Werler Ursulinenschulen fuhr in die Ruhrmetropole, um an einer der einer der größten Streiks der For-Future-Bewegung in Deutschland teilzunehmen.

Die Entscheidung fiel erst am Werler Bahnhof: Geht es zur Klima-Demo nach Soest oder doch nach Dortmund? Die Ursulinenschüler teilten sich auf. Mehr als ein Dutzend Schüler entschied sich für die Fahrt in die Ruhrmetropole. Dort streikten rund 12 000 Menschen. 

Werl/Dortmund - Die For-Future-Bewegungen hatten am Freitag zum weltweiten Streik aufgerufen.

„Das ist keine normale ‘Fridays for Future’-Demo“, sagt Adrian Spierling. Der 17-jährige Schüler der Ursulinenschulen nimmt nicht zum ersten Mal an einer solchen Demo teil. Als die Werler Schüler auf dem Friedensplatz in Dortmund eintreffen, ist dieser schon gut gefüllt. Während laut Veranstalter rund 12 000 Menschen teilnehmen, sind es laut Dortmunder Polizei knapp 9000 Teilnehmer.

Werler Schüler bei Klima-Demo in Dortmund

„Normalerweise sind wir so 120 Aktivisten, das ist dann ein anderes Publikum“, sagt Adrian Spierling. Auf dem Friedensplatz stehen nicht nur Schüler – Eltern mit Kindern, Senioren, und Erwachsene. Sogar einige Firmen hatten ihren Mitarbeitern frei gegeben, um an der Demo teilzunehmen. Ein buntes Publikum hatte sich eingefunden – ein Querschnitt durch die Gesellschaft, finden die Schüler aus Werl. Sie sind heilfroh, dass sich so viele Menschen für den Klimaschutz einsetzen.

„In der Schule gibt es Leute, die es noch nicht verstanden haben“, sagt einer der Werler Schüler.

„Die Veranstaltung verlief absolut friedlich“, zog später ein Sprecher der Polizei ein positives Fazit.

"...die Politik hat's nicht kapiert"

Den Werler Schülern war es zu leise. Sie hatten sich schon auf der Zugfahrt warmgesungen. „Die Wissenschaft wird ignoriert, die Politik hat’s nicht kapiert“, ist eine der Zeilen, die die Ursulinenschüler zuvor im Zug geprobt hatten. um sie beim Zug durch die Dortmunder Fußgängerzone lautstark zu skandieren. Ab und zu stimmten ein paar Aktivisten ein, doch insgesamt blieb es eher ein ruhiger Protest.

Mit einer Menschenkette um den Dortmunder Wall, quer durch die Fußgängerzone wollten die For-Future-Bewegungen ein Zeigen für den Klimaschutz setzen. Doch immer wieder klaffen Lücken zwischen den Aktivisten. Es dauert einige Augenblicke bis die Organisatoren die Kette geordnet hatten.

Lesen Sie auch: Werler demonstrieren für mehr Klimaschutz

Aus der Entfernung dröhnen Sprechchöre aus Mikrofonen: Den genauen Wortlaut kann Adrian Spierling nicht mehr verstehen. Das ist der Protest, den sich die Werler vorgestellt hatten – lautstark und melodisch.

Zurück auf dem Friedensplatz wurde es dann doch wieder lauter. Ein letzter Auftritt der Band „Klimachange“, dann geht die Veranstaltung langsam zu Ende.

Werler verlieren sich aus den Augen

Die Werler Gruppe, die sich zwischendurch in der Menschenmasse aus den Augen verloren hatte, findet sich schließlich wieder. Dann geht es zum Bahnhof und zurück in die Wallfahrtsstadt.

Es wird sich über die gesammelten Eindrücke ausgetauscht. Die großen Zahlen an Demonstranten freuen die Werler. Sie sind beim Kampf für das Klima nicht alleine.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf soester-anzeiger.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare