Neue Boule-Anlage geplant

Sportler sitzen nach Rohrbruch auf dem Trockenen

So sollte es eigentlich sein: Auf beiden Plätzen der Tennisabteilung von Rot-Weiß Westönnen wird gespielt. Doch ein Wasserrohrbruch verhinderte jetzt den Saisonstart. Am linken Bildrand der Drohnen-Aufnahme sind die beiden Plätze zu sehen, die der Verein nicht mehr bespielt. Sie sollen bald zu einer Boule-Anlage umgestaltet werden.
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So sollte es eigentlich sein: Auf beiden Plätzen der Tennisabteilung von Rot-Weiß Westönnen wird gespielt. Doch ein Wasserrohrbruch verhinderte jetzt den Saisonstart. Am linken Bildrand der Drohnen-Aufnahme sind die beiden Plätze zu sehen, die der Verein nicht mehr bespielt. Sie sollen bald zu einer Boule-Anlage umgestaltet werden.

Corona hinderte viele Sportler lange Zeit daran, ihrem Hobby nachzugehen. Umso mehr juckte es den Tennisspielern von Rot-Weiß Westönnen in den Fingern. Einzel sind schließlich erlaubt. Doch statt auf dem Platz zu stehen, sitzen die Sportler nun auf dem Trockenen. Schuld ist ein Wasserrohrbruch.

Westönnen - Chris Ebert, Teil des kommissarischen Vorstands der Tennisabteilung von Rot-Weiß, wollte vor einigen Wochen damit beginnen, die Plätze für die Saison vorzubereiten. Er stellte das Wasser an und legte los. Später sei ihm dann auf Höhe des Gesundheitsstudios die Wasserlache auf dem Boden aufgefallen. Schnell stellte er das Wasser ab. Es stellte sich heraus, dass ein Rohr der Hauptwasserleitung geplatzt war – und zwar genau unter der Bodenplatte des Gesundheitsstudios. Da dort keine Reparatur möglich ist, bleibe nur das Legen einer neuen Leitung, erläuterte Alexandra Kleine von der Stadtverwaltung auf Anfrage. Geschätzte Kosten: 20 000 Euro. Zurzeit gehe man aber davon aus, dass die Versicherung für den Schaden aufkommt. Die Vergabe der Arbeiten laufe bereits, so Kleine. Die Stadt hofft, dass die Reparatur Mitte Mai erfolgen kann.

Die Leitungen sind mehr als 40 Jahre alt, ein Komplett-Austausch war ohnehin geplant. Diese größere Maßnahme soll aber erst im kommenden Jahr durchgeführt werden. Ebert ist dankbar für den Einsatz der Stadt, er weiß aber auch, wie schwierig es zurzeit ist, Baufirmen zu bekommen. Bis zum geplanten Saisonbeginn im August bleibt immerhin noch etwas Zeit.

Ohne Wasser geht auf den Tennisplätzen nichts

Ohne Wasser können die Plätze nicht verdichtet werden, erläutert Ebert. Deshalb mussten auch die bereits bestellten Platzbauer wieder unverrichteter Dinge abrücken. Der Verein muss die Firma nun noch mal bestellen, wenn das Wasser wieder da ist. Das koste natürlich zusätzlich Geld. Auch in der Saison müssen die Plätze regelmäßig gewässert werden.

Ohne Wasser geht auf den Tennisplätzen also nichts. Ganz abgesehen davon, dass auch die Toiletten zurzeit nicht nutzbar sind. Das gelte nicht nur für die Tennisspieler, sondern für die gesamte Sportanlage von Rot-Weiß, also zum Beispiel auch für die Fußballer. Deren Trainingsmöglichkeiten seien durch Corona aber zurzeit ohnehin stark eingeschränkt, so Ebert.

Duschen ist zurzeit eh nicht erlaubt

Dass die Duschen nicht funktionieren, würde gar nicht ins Gewicht fallen. Denn das Duschen vor Ort ist nach den derzeitigen Corona-Bestimmungen ohnehin nicht erlaubt. Was Ebert freut, ist die Solidarität unter den Sportvereinen. Die Hilbecker Tennisspieler stellen den Westönnern einmal in der Woche ihre Anlage zur Verfügung. So müssen die Rot-Weißen nicht ganz auf ihr Hobby verzichten.

Zwei Plätze werden zur Boule-Anlage umgestaltet

Die Tennisabteilung von Rot-Weiß Westönnen ist in den vergangenen Jahren immer kleiner geworden. Zurzeit zähle sie noch etwa 25 Mitglieder, sagt Christ Ebert, Mitglied des kommissarischen Vorstands. Mit den „Herren“ und den „Herren 30“ gebe es noch zwei aktive Mannschaften. Deshalb habe sich der Verein bereits vor einiger Zeit dazu entschieden, nur noch zwei der vier Plätze zu bewirtschaften. Die beiden anderen Plätze sollen zu einer Boule-Anlage umgebaut werden. Die finanziellen Voraussetzungen seien dank einer Förderung durch die Sparkasse Soest-Werl inzwischen gegeben, so Ebert. Eigentlich sollte der Umbau im April starten. Doch gemeinsame Arbeitseinsätze sind wegen der Corona-Auflagen zurzeit nicht möglich. Das Projekt sei aber nur aufgeschoben.

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