Morgen nichts, nachmittags wohl?

Irritationen um Sporthallen-Öffnungen für Schulen und Vereine

Frauen Handball Bezirksliga Hellweg: Werler TV - TV Kaiserau
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Sport in der Turnhalle: die Werler Handballerinnen nutzen die Overberghalle oder Dreifachhalle.

Für die Sportvereine ist der Trainingsbetrieb wieder unter Dach und Fach. Wobei vor allem das wortwörtliche Dach der Sporthallen für viele Abteilungen und Gruppen das Wichtigste ist. Die Stadt hat alle Vereinsvertreter schriftlich wissen lassen, dass die Hallen seit Montag wieder genutzt werden dürfen.

Werl - Das war das von vielen Gruppierungen erhoffte Signal: eine Rückkehr zum Normalbetrieb gerade bei Sportarten, die draußen nicht stattfinden können.

Es kann sein, dass ein Kind morgens in der Schule nicht in die Sporthalle gehen soll, das selbe Kind aber nachmittags mit dem Verein als Mitglied in die selbe Halle darf.

Kai Strumann, Stadt Werl

Dass es Situationen gibt, die „zu Stirnrunzeln“ führen können, weiß Kai Strumann, der bei der Stadt für den Schul- und Sportbereich zuständig ist. Denn es sei auch den Schulen wieder möglich, beim Sport auf die Sporthallen zurückzugreifen. Allerdings hat das NRW-Ministerium in der jüngsten Mail empfohlen, darauf möglichst zu verzichten und den Schulsport draußen abzuhalten, solange die Witterung das zulässt. Heißt für die Schulleiter: Sie können und dürfen zwar, sollen aber eigentlich möglichst nicht. „Und so kann es sein, dass ein Kind morgens in der Schule nicht in die Sporthalle gehen soll, das selbe Kind aber nachmittags mit dem Verein als Mitglied in die selbe Halle darf“, sagt Strumann. Das sei kaum zu erklären.

Man müsse aber unterscheiden zwischen der staatlichen Schulpflicht und ihren Folgen und dem Vereinssport, der in Eigenverantwortung abgehalten wird.

Rückkehr in die Sporthallen: Mehr Reinigungen

So oder so hat die Stadt sich vorbereitet durch einen eng getakteten Reinigungsrhythmus in den Sporthallen. „Wir haben die Reinigungsleistungen hochgefahren“, sagt Kai Strumann. Falls Schüler morgens in die Hallen kommen, sei die Sporthalle wie üblich gereinigt. Was aber nicht leistbar ist: Bei der Nutzung der städtischen Hallen geben sich die Abteilungen der manchmal verschiedenen Sportvereine die sprichwörtliche Klinke in die Hand. Und diese Klinken sowie die üblichen Kontaktflächen, über die eine Infektion mit dem Coronavirus möglich ist, könne die Stadt nicht nach jeder einzelnen Nutzung desinfizieren.

Rückkehr in die Sporthallen: Vereine müssen reinigen

Also haben die Vereine die Aufgabe, die Kontaktflächen nach der Nutzung zu reinigen, bevor abends der Putztrupp kommt. Darüber hinaus müssen die Clubs Listen führen, wer wann die Halle genutzt hat und wer anwesend gewesen ist. Das dient der Nachvollziehbarkeit im Infektionsfall.

Die sinkenden Inzidenzwerte für den Kreis Soest haben den Weg zur Hallennutzung freigemacht. Nun ist es an den Vereinsvorsitzenden, die das Schreiben der Stadt erhalten haben, ihre Übungsleiter entsprechend zu informieren. In den meisten Fällen ist das aber mittlerweile geschehen. Jetzt wartet die Stadt auf die Rückmeldungen der Werler Vereine, wer wann die neue Möglichkeiten des Hallensports auch tatsächlich nutzen möchte, sagt Strumann.

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