DJK und TV: Sport ist ein integratives Element

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Fürs erste Mal gar nicht so schlecht war die Resonanz der Asylbewerber auf das sportliche Angebot.

WERL - Sport kann eine integrierende Funktion haben. Das ist deutlich geworden, als die DJK Grün-Weiß Werl und der Werler Turnverein männliche Asylbewerber zur Premiere ihres sportlichen Angebots einluden. Martin Haselhorst von der DJK berichtet ...

„Mitgespielt haben junge Männer aus Marokko, Afghanistan, Irak, Eritrea und Somalia. Dabei waren auch ein paar Jungs einer türkischen Hobbykicker-Gruppe, die vorher in der Halle gespielt haben. Wir haben sie einfach mitgenommen, und sie haben ebenso schnell über den Sport einen Zugang zu den Flüchtlingen bekommen.

Es herrschte eine sehr gute, faire und respektvolle Atmosphäre in der Zweifachhalle im Sportpark. Fußball hat seine eigene Sprache. Das klappte sehr gut, obwohl nur zwei Teilnehmer etwas deutsch sprachen. Fußball und Basketball soll gespielt werden, weil das niederschwellig und international ist.

Neben diesem Angebot werden wir bald gezielt auf die Grundschulen zugehen, um Flüchtlingskinder über diesen Weg zu animieren, unsere Gruppen zu besuchen, in denen ja in der Regel mindestens ein Kind aus ihrer Klasse sein dürfte. Integration und Verständigung würde dann nicht mit dem Schulgong enden. Diese integrative Arbeit ist ja ohnehin unsere Kernkompetenz (können wir eigentlich ja besser als Fußball)“, schmunzelt Haselhorst.

„Ebenso werden Flüchtlingsfamilien angesprochen, unser offenes Familien-Sonntagsmorgen-Angebot wahrzunehmen. Hier kommen Eltern mit Kindern zum freien Spielen in Spiel- und Bewegungslandschaften in der Halle. Da findet dann Begegnung statt, was Vorurteile gegenüber Flüchtlingen abzubauen helfen wird“, kündigt Martin Haselhorst an.

Das sportliche Angebot am Sonntag ist Teil einer großen Integrations-Initiative. - di

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