Ruhrpotthelden gegen Team "Meyer"

Profi-Fußballer sind zu Gast in Büderich 

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Julian Meyer (links) freut sich gemeinsam mit Ex-Profi Jürgen Lipinski von den Ruhrpotthelden auf das Spiel.

Die Herausforderung seines Lebens hat er gemeistert, nun wartet eine Art Spiel des Lebens auf Julian Meyer, bekannt aus der Fernsehshow "The Biggest Loser". Er trifft auf die Ruhrpotthelden, einem Team aus Ex-Profis, Unternehmern und Prominenten.

Mit einer von ihm zusammengestellten Auswahl spielt Julian Meyer gegen die Ruhrpotthelden. Anstoß ist am Freitag, 6. September, um 19 Uhr auf dem Kunstrasenplatz am Fritz-Tönnies-Weg in Büderich. Der Eintritt ist frei, der Erlös kommt dem Christlichen Hospiz Soest, der Aktion „Nachbar in Not“ und der Bosnien-Hilfe zugute. 

In der Fernsehshow „The Biggest Loser“ hat Meyer sein Gewicht innerhalb von nur fünf Monaten von 169 auf 83 Kilogramm reduziert und damit Platz zwei in der zehnten Staffel belegt.

Noch einmal dem Vater auf dem Platz

Meyer, der ursprünglich von der Nordseeküste kommt, sich zunächst als Jugendtrainer und später zwei Jahre als Coach der zweiten Herrenmannschaft bei der DJK Blau-Weiß Büderich engagierte, freut sich natürlich auf die besondere Begegnung. „Ich fiebere darauf hin, wieder auf dem Platz zu stehen“, sagt er. Beim FC Land Wursten nahe Cuxhaven absolvierte er zusammen mit seinem Vater sein erstes Seniorenspiel. „Mein Wunsch war es, noch mal mit meinem Papa auf dem Platz zu stehen.“ Dieser Wunsch geht am 6. September in Erfüllung.

Die Mannschaft, die Meyer aufbietet, ist „keine eingespielte Truppe“. Sie besteht neben ihm und seinem 55 Jahre alten Vater aus seinen besten Freunden, Verwandten, Mitgliedern aus dem Vorstand der BWB-Fußballabteilung – darunter Jens Grossart – und weiteren Kandidaten von „The Biggest Loser“. Ein Spieler reist extra aus dem Ausland an. Dennis Osterkamp ist beruflich in Rumänien. Am Mittwoch trifft sich das Team im Büdericher Clubheim „zu einer ersten taktischen Besprechung“, sagt Meyer lachend.

Anderbrügge, Lipinski und Benatelli

Auch die Ruhrpotthelden sind „kunterbunt zusammengewürfelt“, sagt Jörg Lipinski, der in den 90er Jahren und Anfang des Jahrtausends für Rot-Weiß Essen, Fortuna Köln und Rot-Weiß Oberhausen auflief. Er organisiert zusammen mit Ingo Anderbrügge die Ruhrpotthelden, die unter dem Dach der „Fußballfabrik“ entstanden sind. Anderbrügge, einer von Schalkes Eurofightern von 1997, und Lipinski sind nicht die einzigen Ex-Profis, die in Büderich zum Einsatz kommen werden. Auch Frank Benatelli (ehemals VfL Bochum), Kyle Berger (unter anderem Rot-Weiß Essen), Reiner Edelmann (FC Schalke 04, Preußen Münster) und Christian Schreier haben ihr Kommen zugesagt. Schreier kommt auf 331 Spiele und 106 Tore in der Fußball-Bundesliga. Der 60-Jährige trug das Trikot des VfL Bochum, von Bayer 04 Leverkusen und Fortuna Düsseldorf.

Neben Sportlern spielen auch Unternehmer und Personen „aus Film, Funk und Fernsehen“, so Lipinski, für die Ruhrpotthelden. In Büderich ist „Ralle“, bekannt aus der Garten-Soap „Ab ins Beet!“, erstmals mit dabei. Der große Kader der Ruhrpotthelden umfasst zirka 50 Spieler, 20 werden am Benefizspiel teilnehmen.

Soziale Aspekt im Vordergrund

„Unser Wunsch ist es immer, nicht gegen Ü32-Teams zu spielen“, erklärt Lipinski. „Gegen Mannschaften, die voll im Saft stehen, macht es keinen Spaß.“ Daher nehmen die Ruhrpotthelden auch nicht jede Einladung an. „Wir können uns vor Anfragen kaum retten. Der soziale Aspekt steht bei uns im Vordergrund.“ Das Motto lautet: Fußball spielen und Gutes tun. Ehrgeizig seien noch alle. „Wir wollen jedes Spiel gewinnen“, betont Lipinski, „und spielen mit System“. Eingespielt sind die Ruhrpotthelden – die Altersspanne reicht von etwa 40 bis 70 Jahren – aber nicht. Sie trainieren nicht und spielen nur sechs- oder siebenmal im Jahr.

Als Einlaufkinder agieren die Bambini von Blau-Weiß Büderich, also die Kleinsten. Schiedsrichter der Partie ist José-M. Meireles-Pimenta, seine Assistenten sind Timo Storp und Geena Schlüter-Isenbeck. Gespielt wird zwei mal 40 Minuten, gewechselt wird fliegend.

Die Ruhrpotthelden spielen übrigens in weißen Trikots, die heimische Auswahl um Julian Meyer in blauen. Farblich passt das Event damit perfekt in die Veranstaltungsreihe der Büdericher im 100. Jahr des Vereinsbestehens.

Die Ruhrpotthelden

Die Ruhrpotthelden sind eine Gemeinschaft aus (ehemaligen) Profisportlern, Unternehmern und Prominenten aus dem Ruhrpott, die sich für den guten Zweck einsetzen. Sie helfen durch ihre Fußballspiele Kindern, Einrichtungen und Projekten, die Unterstützung benötigen.

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