Mann rastet völlig aus

Betrunkener Werler greift Polizisten an – Freiheitsstrafe

Ein Mann aus Werl (39) beleidigte Polizisten, spuckte und versuchte, sie zu verletzen.
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Ein Mann aus Werl (39) beleidigte Polizisten, spuckte und versuchte, sie zu verletzen.

Ein 39-jähriger Werler wurde von der Vorsitzenden des Strafgerichts im Werler Amtsgericht zu sieben Monaten Freiheitsstrafe verurteilt, weil er in zwei Fällen Polizeibeamte beleidigt und körperlich angegriffen haben soll.

Werl - Die Staatsanwaltschaft warf ihm vor, dass er am 4. Dezember des vergangenen Jahres auf einem Parkplatz eines Supermarkts an der Unnaer Straße mehrfach aufgefallen sei. Der Beschuldigte gab die Straftaten zu. Er meinte, dass er zu diesem Zeitpunkt sehr viel Alkohol getrunken habe. „Ich war seit drei bis vier Tagen hintereinander am Trinken.“ An einige Details habe er keine Erinnerungen mehr. „Aber seit dieser Zeit trinke ich nicht mehr.“

Ein Supermarkt-Mitarbeiter gab an, dass der Angeklagte Kunden „angepöbelt“ habe. „Wir haben ihn aufgefordert, den Parkplatz zu verlassen“, meinte er. Weil er dem nicht nachgekommen sei, verständigten die Mitarbeiter die Polizei. „Später kamen erneut Kunden rein und berichteten, dass dort ein besoffener Mann die Kunden beleidigt.“ Daraufhin wurde die Polizei ein zweites Mal benachrichtigt.

Mehrere Male aufgefallen

Wie die Polizeibeamten als Zeugen sagten, sei er an diesem Tag mehrere Male aufgefallen. Zudem sei er sehr aggressiv gewesen. „Es war kein vernünftiges Gespräch möglich“, gab ein Polizist an. Beim ersten Mal sei er von den Polizeibeamten ermahnt worden. Beim zweiten Eintreffen nahmen die Staatsbediensteten den 39-Jährigen fest.

Dabei leistete er Widerstand und beleidigte die Beamten. Als die Beamten ihm eine Maske aufsetzen wollten, soll er mit Kopfstößen reagiert haben. Wie die Polizisten aussagten, sei er fixiert worden und habe dabei gespuckt.

Werler versucht, Polizisten zu schlagen

Auf der Fahrt soll er die Beamten immer wieder beleidigt haben. Zudem soll er versucht haben, einen Polizisten zu schlagen. Den Mitarbeitern des Supermarkts war der Angeklagte bereits im Laden aufgefallen. Wegen anderer Vorfälle hatte er Ladenverbot. Er wurde vom Filialleiter aufgefordert, das Geschäftslokal zu verlassen, dem er ohne Widersprüche nachkam.

Der Angeklagte meinte, dass bei ihm eine Drogen- und Alkoholabhängigkeit vorliege. „Ich habe eine Therapie hinter mir, bin aber trotzdem rückfällig geworden.“ Ein ärztlicher Gutachter berichtete, dass nichts dafür spreche, dass bei dem Angeklagten alles komplett ausgeschaltet war. „Sie brauchen eine langfristige Behandlung“, so der Mediziner.

Im Urteil kam die Richterin dem Antrag der Staatsanwaltschaft nach. Der 39-jährige Werler wurde zu sieben Monaten Freiheitsstrafe mit einer Unterbringung in einer Entziehungsanstalt angeordnet.

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