Jährlich 32.000 Jungpflanzen

Stadt Werl pflanzt einen Baum pro Bürger

Das Aufforsten im Werler Stadtwald soll in den kommenden Jahren konsequent fortgesetzt werden.
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Das Aufforsten im Werler Stadtwald soll in den kommenden Jahren konsequent fortgesetzt werden.

Der Stadtwald hat in den vergangenen Jahren arg unter den Folgen des Klimawandels gelitten. Die Stadt verspricht jetzt Abhilfe.

Werl - Trockenheit, Borkenkäfer und Stürme setzten dem Werler Stadtwald zu. Die Stadt steuert seit längerem gegen, möchte nun ihr Engagement noch verstärken und auch nach außen ein deutliches Zeichen setzen: Der Kommunalbetrieb werde künftig jedes Jahr pro Bürger einen Baum im Stadtwald pflanzen, sagte Bürgermeister Torben Höbrink jüngst im Hauptausschuss.

Ein Vorhaben mit Symbolkraft, wobei sich letztere eher zufällig ergab, wie Höbrink verriet. Denn schon dieses Jahr pflanzte der Kommunalbetrieb 25.000 Bäume im Frühjahr, weitere 7.000 sollen im Herbst folgen.

Bäume für Werl: „Das kriegen wir hin“

Beim Zusammenzählen sei aufgefallen, dass das ziemlich genau einem Baum pro Bürger entspreche. Verwaltungsvorstand und Kommunalbetrieb hätten sich dann zusammen überlegt: „Können wir das nicht jedes Jahr so machen?“ Das Votum sei einstimmig gewesen, so Höbrink: „Das kriegen wir hin.“ Der Wirtschaftsplan des Kommunalbetriebs gebe das her. „Und wir würden uns auch freuen, wenn wir in Zukunft 33.000 Bäume pflanzen müssten. Das würde ja bedeuten, dass Werl gewachsen ist.“

Der Bürgermeister stellt aber auch klar: „Wir müssen uns dafür schon strecken.“ Dabei gehe es nicht nur um das Geld für die jungen Bäume, auch die Arbeit müsse personell vom Kommunalbetrieb leistbar bleiben. Die Zeitfenster, in denen Bäume gepflanzt werden können, seien begrenzt. Und mit dem Einpflanzen sei es ja nicht getan, die Fläche mit den jungen Bäumen müsste auch gepflegt werden, damit diese tatsächlich gedeihen. Zuletzt hatte der KBW zwischen 20.000 und 25.000 Bäume pro Jahr gepflanzt.

Bäume für Werl: Politik bewertet Vorschlag positiv

Die Politik nahm den Vorstoß der Verwaltung positiv auf: „Das ist ein super Vorschlag“, lobte CDU-Fraktionschef Klaus Eifler. Er wünschte sich für den nächsten Klimaausschuss noch eine Information darüber, wie sich das Pflanzen der Bäume auf die CO2-Bilanz der Stadt auswirkt.

Detmar Disselhoff (BG) lobte das Vorhaben ebenfalls. Zumal damit eine Forderung der Bürgergemeinschaft umgesetzt werde. Die BG hatte vor einem Jahr in einem Antrag angeregt, das Anlegen eines Schülerwalds zu prüfen – entweder auf der Stadtwald-Fläche oder als außerschulischer Lernort näher bei den Schulen gelegen. Disselhoff schlug zudem vor, Bürger oder auch Firmen dazu zu bewegen die Pflanzaktionen zu unterstützen. Derartiges Engagement würde auch SPD-Fraktionschef Sascha Quint begrüßen. Auch die SPD finde den Vorschlag der Stadt „sehr gut“.

Höbrink sagte genauere Informationen zum Projekt, zum Beispiel zu den Kosten und der Klimabilanz, im nächsten Umwelt- und Klimaausschuss (27. Mai, 18 Uhr, Stadthalle) zu. 

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