Mann muss 750 Euro zahlen

Sexuelle Nötigung: Gericht verurteil Werler zu Geldstrafe

Ein 43-jähriger Werler wurde wegen sexueller Nötigung verurteilt (Symbolfoto).
+
Ein 43-jähriger Werler wurde wegen sexueller Nötigung verurteilt (Symbolfoto).

Wegen sexueller Nötigung hat die Werler Richterin einen 43-Jährigen zu 750 Euro Geldstrafe verurteilt. In der Verhandlung, die vor knapp drei Wochen ausgesetzt wurde, ist ein weiterer Zeuge verhört worden.

Werl - Die Staatsanwaltschaft hatte dem Werler vorgeworfen, dass er eine unter Betreuung stehende Frau mit unsittlichen Berührungen sexuell genötigt haben soll. Am 28. Mai des vergangenen Jahres soll der 43-Jährige in der Wohnung seines Nachbarn die Straftat begangen haben. Er soll die Geschädigte zuerst an den Brüsten berührt und ihr danach in den Schritt gefasst haben.

Der Beschuldigte stritt die Straftaten ab. Laut seiner Aussage habe er die Geschädigte rund drei Jahre nicht gesehen. Zudem sei er an besagtem Tag nicht in der Wohnung seines Nachbarn gewesen.

Sexuelle Nötigung: Geschädigte erstattet Anzeige

Die Geschädigte, die zum Teil noch unter dem Einfluss der Tat stand, bestätigte den Vorfall. Sie hatte sich später unter Tränen an ihre Mutter sowie eine weitere Zeugin gewandt und den Vorfall geschildert. Diese sind daraufhin zur Polizei gegangen und erstatteten Anzeige.

Da der Wohnungsinhaber und Ex-Freund der Geschädigten zum ersten Termin nicht erschienen war, wurde er über einen Betreuer zum zweiten Prozesstermin geladen. Wie dieser berichtete, sei er nicht erschienen, weil sein Betreuer im Urlaub gewesen sei. Der Zeuge schilderte, dass er eindeutig gesehen habe, wie der Angeklagte seiner Ex-Freundin zwischen die Beine gefasst hatte. „Ich war in der Küche und habe gehört, wie meine damalige Freundin mich gerufen hatte“, so der Werler.

Sexuelle Nötigung: Ex-Freund sagt aus

Er berichtete weiter, dass er dann sofort ins Wohnzimmer geblickt und dann gesehen habe, wie er ihr in den Schritt gefasst hatte. „Meine Ex-Freundin und ich waren danach total geschockt.“ Er meinte, dass der Angeklagte erst nach dreimaliger Aufforderung die Wohnung verlassen habe.

Die Staatsanwältin sowie die Richterin sahen die Anklagepunkte bestätigt. „Die Zeugen klangen glaubhaft. Wir sind der Überzeugung, dass es sich so abgespielt hatte“, meinten beide übereinstimmend in ihren Begründungen. Beide hielten dem Angeklagten zugute, dass er strafrechtlich noch nicht in Erscheinung getreten war. In ihrem Urteil von 750 Euro folgte die Richterin dem Antrag der Staatsanwaltschaft.

Wegen des Besitzes von Kinderpornografie wurde jetzt zudem ein 23-jähriger Werler verurteilt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf soester-anzeiger.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare