Tödliche Verletzungen

Aggressive Krähen töten neugeborenes Rehkitz

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Kein schöner Anblick, aber ein Stück Wirklichkeit: Das von Aaskrähen getötete Rehkitz.

Werl - Wieder sorgen Krähen in der Stadt für negative Schlagzeilen: Diesmal sollen mehrere Aaskrähen ein neugeborenes Rehkitz in Ostuffeln getötet haben. Das sagt Arnold Müller, Jagdpächter des Reviers in Ostuffeln, der den Hinweis von der Polizei bekommen hatte.

Am Donnerstagmorgen sei er gegen 7.30 Uhr benachrichtigt worden, ein Passant habe das tote Tier auf einem Feldweg gesehen. Daraufhin war Arnold Müller zur Fundstelle gefahren. Als der Werler Jäger das Kitz fand, sei es noch warm gewesen, und die Totenstarre sei noch nicht eingesetzt. „Die Krähen haben das Rehkitz getötet, die Verletzungen sprechen ganz klar dafür“, hat Müller keine Zweifel. Er habe außerdem beobachtet, wie sich ein halbes Dutzend Krähen an dem toten Kitz „bedient“ hätten.

Die Augen des kleinen Rehs wurden ausgestochen und dadurch das Gehirn verletzt, zudem wurde der Darmausgang aufgerissen. „So greift diese Krähenart immer an“, sagt Arnold Müller. Dass nun ein Rehkitz getötet worden ist, findet der Jäger dramatisch. „Natur hin oder her, das ist schon erschreckend“, so der Werler. Die Krähen hätten Nahrung im Überfluss, da müsse kein Rehkitz angegriffen und getötet werden.

Die Aaskrähen, die bis zu 45 Zentimeter groß werden können, ernähren sich hauptsächlich von Aas, Abfall und wirbellosen Tieren. Wirbeltiere wie das getötete Rehkitz gehören eigentlich nicht zur typischen Beute der Vögel.

Das kleine Rehkitz hat Jäger Arnold Müller an sich genommen, wird es in Kürze zurück in den biologischen Kreislauf geben. „Am Tod des Tieres kann ich nichts mehr ändern, also bekommen es die Füchse im Wald“, erklärt der Jagdpächter.

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