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JVA-Mitarbeiter schmuggelt Handys und Alkohol

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Von: Vanessa Moesch

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Mauern und Überwachungskameras der JVA in Werl
JVA Werl.jpg © Schoplick, Anne

Ein ehemaliger Mitarbeiter der Werler Justizvollzugsanstalt (JVA) stand am Donnerstag wegen Bestechlichkeit in zwei Fällen vor dem Soester Amtsgericht.

Werl/Soest – Weil er in Geldnot geraten war, ging er auf den Vorschlag eines Häftlings ein, Mini-Handys und Smartphones, aber auch Alkohol, der in Tetrapacks umgefüllt wurde, in die JVA zu schmuggeln. Durch den Verkauf der Handys und des Alkohols an andere Häftlinge sollte das Geld unter dem Angeklagten und dem Häftling aufgeteilt werden.

Nachdem die Smartphones sichergestellt wurden, überwies der Angeklagte seinen Anteil des Geldes wieder zurück. Vor Gericht gestand er seine Taten, mit denen er die Sicherheit der JVA, der Mitarbeiter und auch die der Häftlinge gefährdet hatte.

Mit der Verkündung des Urteils verliert der Angeklagte seinen Beamtenstatus. Der ehemalige JVA-Mitarbeiter erhielt ein Strafmaß von einem Jahr und acht Monaten, das zu einer dreijährigen Bewährung mit der Ableistung von 100 Sozialstunden ausgesetzt werden kann.

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