Amtsgericht Werl

Der etwas andere Drogendealer

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Lange blieb der Mann straffrei, dann erwischte die Kripo ihn mit Haschisch, Heroin und Polenböllern. 

Drogendealer stellt man sich irgendwie anders vor. Der eher brav wirkende, ordentlich gekleidete und frisierte Mann, der sich gestern vor dem Werler Amtsgericht verantworten musste, erinnerte eher an einen Bürokaufmann.

Werl - Dennoch hat er eine lange Drogenkarriere hinter sich. Und nachdem er zuletzt in 2015 einschlägig verurteilt worden war, machte die Kripo Anfang Dezember bei ihm wenn auch keine fette, so doch immerhin überschaubare Beute. 

17 Gramm Haschisch, fünf Gramm Heroin, 58 Cannabis-Samen, ein Gramm Marihuana, drei in Deutschland verbotene Polenböller, 1143 Euro Bargeld, eine Handvoll scharfer Patronen, eine Liste mit Drogenkunden sowie zwei Smartphones, über die er Kontakt zu ihnen hielt und die zurzeit noch vom Landeskriminalamt ausgewertet werden. 

Bewährungsstrafe und Beratung

Da der Mann lange straffrei war, seine Drogen-Screenings seit Jahren zu seinen Gunsten ausfallen, er die Auflagen seiner gerade ausgelaufenen Bewährungsstrafe erfüllte und seit vier Jahren in Arbeit ist und er sich im vollen Umfang geständig zeigte, kam er noch einmal mit einer weiteren Bewährung davon: sechs Monate, ausgesetzt zu drei Jahren, in denen er nun brav weiter Kontakt zur Bewährungshelferin und der Drogenberatung halten muss.

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