Fachwerkhaus

Denkmal gammelt vor sich hin 

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Das Fachwerkhaus an der Kämperstraße gammelt weiter vor sich hin.

Das kleine Fachwerkhaus Kämperstraße 35 gammelt weiter vor sich hin. Bislang hat der neue Eigentümer keine Anstalten gemacht, das unter Denkmalschutz stehende Gebäude zu sanieren.

Werl - „Mit Schreiben vom 20. August 2019 teilte die Wallfahrtsstadt Werl dem neuen Eigentümer mit, dass das Denkmal wirksam gegen schädliche Witterungseinflüsse und das Grundstück gegen unbefugtes Betreten und Vandalismus zu sichern ist“, heißt es in einer Antwort der Verwaltung auf eine Anfrage der Grünen zum Gebäude.

Bereits vor Abschluss des Kaufvertrags sei dem neuen Eigentümer der Denkmalwert erläutert worden.

Stadt hat kaum Handhabe

In der jüngsten Sitzung des Planungsausschusses machte Fachbereichsleiter Ludger Pöpsel aber keinen Hehl daraus, dass die Stadt Werl zurzeit kaum eine Handhabe hat.

„Es ist durchaus damit zu rechnen, dass wir irgendwann mit einem Abrissantrag konfrontiert werden.“ Ein Abriss ist allerdings nur möglich, wenn der Eigentümer nachweisen kann, dass eine Instandsetzung des Gebäudes wirtschaftlich unzumutbar ist.

Vor dem letzten Eigentümerwechsel gehörte das Gebäude einem Immobilienunternehmen aus Arnsberg. Dieses wollte auf dem Grundstück zwei Stadthäuser und ein Mehrfamilienhaus errichten.

Dafür riss es zwei benachbarte Gebäude ab. Doch die Stadt verweigerte die Baugenehmigung, weil das Unternehmen – anders als zuvor zugesagt – nicht bereit war, das Fachwerkhaus zu erhalten.

Das Unternehmen zog den Bauantrag im März 2018 wieder zurück und verkaufte das Grundstück.

Urkataster von 1829

Das Ensemble an der Kämperstraße bestand ursprünglich aus drei Häusern und war bereits auf dem Urkataster von 1829 verzeichnet.

Die zwei bereits abgerissenen Gebäude in unmittelbarer Nachbarschaft und auch das betreffende Fachwerkhaus standen vor dem Verkauf an das Immobilienunternehmen bereits länger leer.

Der Heimatverein sah vor allem den Abriss des Hauses links neben dem Mittelhaus kritisch, weil es sich um ein typisches „Auszüglerhaus“ handelte.

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