Solidarität mit den Opfern

Flut-Katastrophe: Spielmannszug aus Werl kann Hilfsbereitschaft immer noch nicht fassen

Große Hilfsbereitschaft: Sogar Fußbälle und eine Gitarre wurden an der Schützenscheune abgegeben.
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Große Hilfsbereitschaft: Sogar Fußbälle und eine Gitarre wurden an der Schützenscheune abgegeben.

Gerade mal drei Tage lagen zwischen der ersten Idee und der Ankunft der Hilfsgüter in Bad Neuenahr. Der Spielmannszug der Schützen hatte zur Hilfe für die Opfer der Flutkatastrophe aufgerufen und kann immer noch nicht ganz fassen, wie groß die Hilfsbereitschaft und Unterstützung der Werler war.

Werl/Bad Neuenahr - „Wir standen des Öfteren zusammen und konnten diesen Augenblick gar nicht so richtig begreifen, manchmal haben wir uns gegenseitig gekniffen“, fasst Laura Marie Emig die Gedanken der Vereinsmitglieder zusammen.

Ursprünglich hatten sie mit einer Lastwagen-Ladung geplant, letztlich starteten sieben vollgepackte Bundeswehr-Lkw von Werl ins Ahrtal. Möglich machte dies die Unterstützung des Versorgungsbataillons 7 aus Unna. Den Kontakt hatte Oberst Jörg Gruhn hergestellt. Über ihn bekam der Verein auch die Rückmeldung, dass alle Hilfsgüter gut angekommen seien. „Die Spenden wurden dort an ein neu errichtetes Hilfszentrum weitergegeben und können von den dort tätigen Helfern an die Betroffenen verteilt werden“, berichtet Emig.

Einen „großen Dank“ spricht der Spielmannszug den Helfern der Schützenbruderschaft aus. „An allen Tagen waren Mitglieder aus allen Kompanien vertreten, sowie Familien, und haben beim Sortieren und Verpacken der Spenden geholfen.“

Flut-Katastrophe: Firmen unterstützen die Hilfs-Aktion

Auch mehrere Firmen unterstützten die Aktion: Möbel Turflon hat einen der Bundeswehr-Laster mit 40 Matratzen und Bettwäsche befüllt. Edeka Sauer spendete eine Palette Trinkwasser und einen Rollwagen voll mit Lebensmittel- und Hygieneartikeln. Sven Teschner von der Ratiolux GmbH stellte Kartons und Wickelfolie bereit, damit die Spenden transportfertig gemacht werden konnten. Und Rupert Kaufmann von Kaufmann Galabau war mit zwei Radladern vor Ort, um beim Beladen der Lkw zu helfen.

Eigentlich hatte der Spielmannszug drei Tage für die Spenden-Annahme eingeplant. Doch bereits am ersten Tag waren so viele Spenden eingetroffen, dass Bettina Dümpelmann, Vorsitzende des Spielmannszuges, und Oberst Jörg Gruhn entschieden, nichts mehr anzunehmen. Die Schützenscheune war schlicht voll. Doch damit war die Arbeit nicht beendet. Mit 45 Helfern mussten die Spenden sortiert und auf rund 50 Paletten verstaut werden.

Am nächsten Tag rückte dann die Bundeswehr mit 30 Soldaten und ihren Lastwagen an. Gemeinsam wurden die Fahrzeuge und Anhänger bepackt. Am Abend erreichten dann die ersten Bilder von Ankunft und Übergabe die Helfer in Werl.

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