Sanierung in den Ferien

Arbeiten an Werler Schule schreiten voran 

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Baustelle MG-Schulhof: Die Hinweisschilder werden in der nächsten Woche verschwinden und Bauzäune die weiterhin vorhandenen Arbeitsbereiche abschirmen, damit die Schülerinnen und Schüler sicher in ihre Unterrichtsräume kommen.

Das Marien-Gymnasium ist zur Großbaustelle geworden. Sieben Gewerke, angefangen von den Fensterbauern bis hin zu Erdarbeiten sind dort seit Beginn der Herbstferien im Einsatz – und werden es auch darüber hinaus sein.

Werl - Am Anfang stand das Schadstoffgutachten. Für die Stadt als Bauherrin ein Muss und Grundlage des Sanierungskonzepts für die umfangreichen Maßnahmen, die nun am naturwissenschaftlichen Trakt und Zwischentrakt des Marien-Gymnasiums begonnen haben. Daran müssen sich alle beteiligten Bauunternehmer orientieren. Und ja, es wurden auch Schadstoffe gefunden. Nicht ungewöhnlich, wenn nach über 50 Jahren vieles neu gemacht wird. Aber auch nicht dramatisch, da die getrennte Entsorgung nach entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen abläuft. Im Fall MG ist der Fensterkitt der über 100 Fenster aus den 60er-Jahren belastet.

Neues Wärmeverbundsystem

Der asphaltierte Schulhof des MG zeigt sich in diesen Tagen ziemlich zugepflastert – mit Baumaterialien aller Art. Baucontainer haben rund 350 Kubikmeter ausgebuddeltes Erdreich bereits aufgenommen, die Kellerwände am Naturwissenschaftstrakt und am Zwischentrakt sind freigelegt, um die neue Außendämmung aufnehmen zu können.

Knapp über 100 neue Fenster sind in den vergangenen Tagen weitgehend eingebaut worden.


„Ein 14 Zentimeter dickes Wärmeverbundsystem aus Mineralwolle,“ wie Monika Vielberg und Beate Fuchs von der städtischen Abteilung Bauordnung und Hochbau beim Baustellen-Rundgang erläutern. In dem Fall also Verzicht auf das in die Kritik geratene Styropor, das Feuerwehren im Brandfall so große Probleme bereitet. Die neue Rampe statt der Treppe ist im Bau, genauer gesagt, die Stufen werden abgerissen. Der Stapel neuer Fensterrahmen samt Scheibeneinsätze hat sich in den vergangenen Tagen deutlich reduziert. Die Fensterbauer wie auch die anderen Gewerke liegen bestens im Zeitplan. Aber nicht alles wird zu schaffen sein; dafür sind die Herbstferien zu kurz. Die Rechnung aber wird lang; die Stadt hat für die Gesamtmaßnahme in den nächsten Monaten am MG rund 4,7 Millionen Euro veranschlagt.

Unterricht ist möglich

Unterricht ab der nächsten Woche wird wieder möglich sein. Bio und Chemie kann im naturwissenschaftlichen Trakt zumindest hinter viel besser isolierten neuen Fenstern stattfinden. Auch die drei Klassen im Zwischentrakt dürften mit Baulärm wenig belastet werden. So jedenfalls ist es mit den Bauunternehmen abgestimmt. Geräuschintensive Arbeiten sollen sie eher in die Nachmittagsstunden verlegen.

Einige lärmintensivere Stunden aber wird es wohl noch geben, nämlich dann, wenn Außenwände für den künftigen Aufzug am Naturwissenschaftstrakt aufgebrochen werden müssen oder an der Außenfassade gearbeitet wird. Bauzäune im Schulhofbereich werden zurzeit positioniert, die verhindern sollen, dass ab der nächsten Woche die Schülerinnen und Schüler auf Abwege und in den Baustellenbereich geraten. Der Schulhof bleibt in Teilbereichen nutzbar. Froh über den reibungslosen Fortschritt der Bauarbeiten ist auch Schulleiter Michael Prünte. „Die Ferien wurden so gut genutzt, dass Raumplanänderung am Montag nicht notwendig sind,“ stellt er nach seinem jüngsten Baustellen-Rundgang zufrieden fest. Der Unterricht kann also wieder beginnen.

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