Wenn Tagesmütter krank sind

Kita Werl-Nord springt als Ausweich-Kita ein

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Die Kita Werl-Nord I wird eine von drei Ausweich-Kitas im Kreis Soest für den Fall, das Tagesmütter krank werden.

Die Tagesmütter haben einer Lösung wortwörtlich „entgegengefiebert“. Denn immer, wenn eine von ihnen krank ist, stellt sich die Frage: Was tun mit den Kindern? Seit Jahren gab es die Forderung nach einer Lösung. Nun liegt sie vor:

Werl - „In Werl übernimmt die Kita Werl Nord I (Droste-Hülshoff-Straße 1) diese Aufgabe“, teilt der Kreis Soest auf Anzeiger-Anfrage mit. Kreisweit gibt es drei Ausweich-Kitas für Krankheitsfälle von Tagesmüttern. „Für Geseke und Bad Sassendorf hat sich die evangelische Kirche als Träger gemeldet“, sagt die Kreisverwaltung. 

Ein „Interessensbekundungsverfahren“ hatte der Kreis auf den Weg gebracht und bei den Kitas im Bereich des Kreisjugendamts nachgefragt, wer solche Kinder betreuen kann. Am 29. September war das ausgelaufen – und die drei Standorte sind ausgewählt. 

Allerdings zeigte sich Ingrid Ostrowski, Leiterin der Kita an der Droste-Hülshoff-Straße, am Freitag überrascht, als sie vom Anzeiger von der Entscheidung erfuhr. Man müsse zunächst die Rahmenbedingungen noch abklären, unter denen diese Lösung greifen kann. „Bei den ganz kleinen Kindern braucht man Regeln, Räumlichkeiten und Personal“, sagt die Kita-Leiterin. 

Denn eines sei ganz wichtig: „Es muss eine Vertrautheit für die Kinder her.“ Man könne die ganz kleinen Kinder nicht einfach in den Gruppen der Kita mitlaufen lassen. „Das darf keine Fremdbetreuung sein, denn kleine Kinder begreifen das nicht.“ Man müsse das so gestalten, dass für die „Gastkinder“ einer kranken Tagesmutter die Personen und die Räume nicht fremd sind. Dafür habe die Kita Nord Ideen, die aber noch mit dem Kreisjugendamt zu besprechen sind. 

Die Werler Kita wird wohl neue Räume für dieses ergänzende Angebot anmieten, da die eigenen Räume im Wohngebiet im Norden komplett gebraucht werden. Die benötigte Vertretungskraft wird beim Träger, dem „Kindertagesstätte Werl Nord e.V.“, angestellt. Personal- und Sachkosten werden aber durch das Kreisjugendamt getragen. In den kommenden Wochen soll es eine Abstimmung der drei ausgewählten Kitas mit dem Kreis geben. 

Für Ingrid Ostrowski war logisch, dass ihre Kita Interesse bekunden würde. Schließlich vermittelt sie Tagesmütter in Kooperation mit dem Kreisjugendamt und ist auch an der Qualifizierung von Tagesmüttern beteiligt. Zudem hat die Kita Nord zwei Krippengruppen, kennt sich also mit der Betreuung ganz kleiner Kinder bereits aus.

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