Hygienevorgaben werden eingehalten

Wegen Coronavirus: Weniger Kunden an Tankstellen im Kreis Soest trotz günstiger Preise

Ölpreise geben nach
+
Symbolbild

Elke Gawliczek vertritt gerade ihre Tochter Alexandra bei der Markant Tankstelle in Werl und hat viel Zeit, Fragen zu beantworten. Der Grund: In Zeiten von Corona kommen deutlich weniger Kunden.

Werl/Soest - Offenbar sitzen viele zu Hause im Homeoffice und brauchen ihren Wagen nicht. „Das ist ja auch gut so“, findet Gawliczek – wenn auch nicht für die Pächter.

„Wir haben schon früh reagiert und alles getan, um uns und unsere Kunden vor Ansteckung zu schützen, sagt die Mutter der Pächterin. Erst habe man sich beim Gesundheitsamt informiert, später dann habe die Westfalen-Gesellschaft, zu der Markant gehört, ihren Pächtern Infos zum richtigen Verhalten geschickt. So wurden Laufwege zum Rein- und Rausgehen markiert. „Maximal drei Kunden dürfen gleichzeitig rein, natürlich mit Mindestabstand. Für unser Personal haben wir Mundschutz und Handschuhe, alle Tastaturen werden möglichst stündlich desinfiziert, und die Kunden können zum Bezahlen ebenfalls Handschuhe von uns haben, wenn sie wollen.“

Coronavirus: Kartenzahlung bevorzugt

Es werde Kartenzahlung bevorzugt, aber auch Bargeld akzeptiert. Sogar Pfandflaschen werden noch angenommen, „aber nur wenige, die die Kunden selbst in die vorgesehenen Behälter werfen.“ Eifrige Sammler mit Säcken voller Leergut weist das Personal zurzeit ab. Trotz aller Vorsorge bleiben einige Mitarbeiter lieber zuhause. „Die haben einfach Angst, und dafür haben wir Verständnis.“ Der Effekt für den Betrieb: „Jetzt darf keiner mehr krank werden, sonst ist die Frühschicht in Gefahr. Dabei haben wir die Öffnungszeiten bereits reduziert – von 5.30 Uhr bis 22 Uhr. Normalerweise haben wir bis 24 Uhr geöffnet.“ Auch der Verkauf im Bistro geht mit Einschränkungen weiter. Es gibt aber nur Getränke und Snacks to go, denn niemand darf sich im Geschäft aufhalten.

„Alle Speisen sind eingepackt, und wir akzeptieren im Moment keine selbst mitgebrachten Becher.“ Für den eigentlichen Tankvorgang gibt es Handschuhe an den Dieselzapfsäulen, für die Waschanlage und den Hochdruckreiniger gilt: Auch hier werden Tastatur und Griffe regelmäßig desinfiziert. Die Kunden, sagt Gawliczek, machen mit: „Normalerweise stehen die beim Autowaschen oder Saugen schon mal zusammen und reden, aber das gibt es nicht mehr.“

Coronavirus: Günstige Preise

Ähnlich ist die Lage bei der HEM-Tankstelle in Soest (Wisbyring 10), wo Pächter Tim Popil auf Kundschaft wartet. „Bei diesen Preisen hätten hier vor drei Wochen 100 Autos Schlange gestanden“, sagt er. Jetzt ist er froh über jeden Kunden, der vorbeikommt. Auch an seiner Tankstelle in Soest werden die Hygienevorschriften peinlich genau eingehalten.

Weitere Infos zum Coronavirus im Kreis Soest finden Sie hier.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf soester-anzeiger.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare