Kunden-Karte künftig nutzlos

Volksbank ändert Regeln für Parkplatz in der Innenstadt

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Wer sein Auto zwischen Marktstraße und „Auf dem Engern“ länger abstellen möchte – und nichts in der Volksbank zu erledigen hat – muss künftig zahlen.

Werl – Auf dem Parkplatz hinter der Volksbank steht seit Kurzem ein neuer Parkscheinautomat. Und mit diesem hat sich auch für die Nutzer der Stellplätze, die zwischen Marktstraße und der Straße Auf dem Engern liegen, einiges geändert. Nicht alle finden das gut.

Bislang konnten Volksbank-Kunden ihre Kunden-Karte in den Parkautomaten schieben und bekamen im Gegenzug ein kostenloses Parkticket, das für eine Stunde gültig war. Doch am neuen Automaten suchen sie dieses Kartenschlitz vergebens. 

Stattdessen gilt nun grundsätzlich für alle: Eine Stunde Parken kostet 60 Cent. Die Höchstparkdauer beträgt weiterhin 60 Minuten. Allerdings gibt es eine sogenannte „Brötchentaste“. Wer die grüne Taste drückt, darf sein Auto zehn Minuten kostenlos abstellen. „Das sollte für Kunden, die nur mal kurz Geld holen wollen, in der Regel reichen“, sagt Wolfgang Jäger, Leiter Unternehmensservice bei der Volksbank Hellweg. Wer ein längeres Beratungsgespräch hat, könne sich zunächst ein kostenloses Ticket ziehen und bekomme dann in der Bank kostenlos einen Parkausweis. 

Volksbank: Automaten werden nicht mehr hergestellt

Dass die bisherige Regelung mit der Kundenkarte abgeschafft wurde, hat laut Jäger auch damit zu tun, dass die Hersteller diese Art von Automaten mit Einsteckleser nicht mehr bauen. Der alte Automat war bereits seit längerem defekt, musste deshalb ausgetauscht werden. 

Umgewöhnen müssen sich nach den neuen Regeln vor allem die Bank-Kunden, die den Parkplatz auch dann länger genutzt haben, wenn sie gar nichts in der Volksbank zu erledigen hatten. Das ist zwar weiterhin möglich, aber nicht mehr kostenlos.

Die Parkgebühren entsprechen denen auf anderen städtischen Parkplätzen. So bezahlen Autofahrer auch auf dem Parkplatz zwischen Volkshochschule und Kirche 60 Cent für die erste Stunde. 

Kritik an Knöllchen

Eine Leserin, die Kritik an der neuen Regelung übt, beschwerte sich auch darüber, dass in der Zeit, in der der Automat defekt war, Knöllchen geschrieben worden seien. Eigentümer des Parkplatzes ist die Volksbank, Knöllchen verteilt dort aber die Stadt. Da gebe es seit Jahren eine Absprache, sagt Jäger, weil der Parkplatz ja nicht nur von Volksbankkunden genutzt werde. Laut Jäger gab es aber eine Absprache mit der Stadt, dass das Ordnungsamt wegen des defekten Automaten nicht kontrollieren sollte. Er wolle aber nicht ausschließen, dass in einer Übergangszeit vielleicht noch ein Knöllchen verteilt wurde. 

Clarissa Stich, Leiterin der Werler Ordnungsamts, sagte auf Anfrage, dass die Stadt nicht kontrolliere, wenn der Eigentümer der Fläche das nicht möchte. Bei der Stadt habe es zwar Beschwerden über den defekten Automaten gegeben, von Beschwerden über ausgestellte Knöllchen sei ihr aber nichts bekannt. Grundsätzlich gelte bei defektem Automaten immer die Regel, dass Autofahrer eine Parkscheibe auslegen müssen. Und natürlich stehe jedem offen, sich im Anhörungsbogen zum konkreten Fall zu äußern. 

Automat soll bald wechseln können

Ein anderes Problem hat ein weiterer Parkplatznutzer mit dem neuen Automaten: Da er die 60 Cent nicht passend hatte, habe er 50 und 20 Cent eingeworfen. Doch der Automat wechselte nicht und warf das Geld wegen Überzahlung wieder aus. „Das wird noch geändert“, versprach Jäger. Dafür müsse der Automat umprogrammiert werden.

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