Video-Messen aus der Propsteikirche

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Mithilfe dieser Kamera wird es in der Propsteikirche wegen der Corona-Krise Videomessen geben. Küster Stanislaw Budar (links) und Martin Spork, Inhaber der Firma Medientechnik Pfeffer in Soest (rechts), waren bei der Installation der Technik vor Ort.

Werl – Zu Zeiten der Corona-Pandemie stehen hinter vielen alltägliche Dingen, die unter normalen Umständen als selbstverständlich gelten, plötzlich Fragezeichen. So auch hinter den Gottesdiensten, speziell im Hinblick auf das bevorstehende Osterfest.

Die Propsteikirche St. Walburga lässt sich nicht entmutigen und ist bereit, das Kirchenerlebnis über den digitalen Weg anzubieten. 

Ab heute nämlich soll es Videomessen geben, die über einen Live-Stream nach Hause gesendet werden. Das kündigt Propst Michael Feldmann an. 

Hierzu wurde die Soester Firma Medientechnik Pfeffer hinzugezogen, die sich auf sakrale Bauten spezialisiert hat und gerade in Zeiten der Krise stark gefragt ist. In der Kirche wurde am Mittwochnachmittag eine Kamera installiert, die auf den Altar gerichtet ist. Mittels eines Digital-Signal-Prozessors soll zusätzlich der Ton abgestimmt werden. Mithilfe eines Encoders werden Bild und Ton in Einklang gebracht.

Der Stream ist auf der Homepage der Propsteikirche zu finden, zusätzlich gibt es auf YouTube einen Kanal für den Live-Stream. Ab heute werden täglich von 17.50 bis 19 Uhr die Heiligen Messe aus der Propsteikirche (außer Karfreitag und Karsamstag) im Livestream mit viel Orgelmusik und bekannte Lieder übetragen! Dazu muss man die Homepage der Gesamtpfarrei unter www.propstei-werl.de anwählen und dann auf „Live Übertragung Gottesdienste“ klicken.

Für Propst Michael Feldmann sind Videomessen ein guter Ersatz. Ausnahmen bilden der Karfreitag und der Karsamstag.“ Beim Gottesdienst sind lediglich drei Personen in der Kirche: der Priester, ein Lektor und ein Kantor auf der Orgelbühne. „Das sind die einzigen, die aufgrund der Corona-Krise bei einer Messe anwesend dürfen, und daran halten wir uns auch“, so Feldmann weiter. 

Der Ablauf der Gottesdienste soll ganz normal vollzogen werden, wie bei einer gewöhnlichen Messe auch. „Es soll für die Menschen ein Stück Heimat nach Hause gebracht werden“, sagte der Propst. Die Zuschauer sollen das Gesangsbuch zur Hand nehmen und am Bildschirm mitsingen. Für die Priester werde sich nicht viel ändern. „Sie müssen sich so vorbereiten wie sonst auch, damit es einem Gottesdienst auch würdig ist.“ Die Kirche wolle einen Kontakt vom Altar zu den Menschen zuhause herstellen. Solange die Corona-Krise anhalte, seien die Videomessen alternativlos. 

Übrigens: Ab kommenden Montag ist die Propsteikirche nur noch durch das Hauptportal zu betreten. Das Gitterwerk unter der Orgelbühne bleibt geschlossen

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